Im GLK arbeitet der 204 PS starke Vierzylinder-CDI erstmals mit der 7G-Tronic zusammen und macht so dem V6-Diesel Konkurrenz. Test.
Es ist wichtig, Verwandtschaftsverhältnisse sauber zu klären. Der Slogan "Willkommen zu Hause", mit dem in Anlehnung an den Mercedes W124 die aktuelle Mercedes E-Klasse beworben wird, beschreibt eigentlich viel besser den Mercedes GLK.

Der Diesel passt gut zum Mercedes GLK
In dem kompakten SUV weckt nicht nur die Anordnung der drei Rundinstrumente inklusive hexagonaler Behausung Erinnerungen an die damalige Mittelklasse. Vor allem die steil stehende Windschutzscheibe und das schmal bauende Armaturenbrett lassen die Vergangenheit in erfreulich übersichtlicher Art und Weise wieder aufleben. Da passt der kerniger als der geschmeidige V6-CDI laufende Vierzylinder-Diesel prima ins Bild, der nun erstmals in seiner bislang stärksten Ausprägung im kleinsten Allrad-Benz seinen Dienst verrichtet. Aus 2,1 Liter Hubraum entwickelt der intern als OM 651 bezeichnete Motor 204 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern, das bereits bei 1.600 Umdrehungen über das serienmäßige Siebenstufen-Automatikgetriebe herfällt.
Der Kraftstoffverbrauch bleibt auch beim Mercedes GLK Diesel hoch
Der Wandlerautomat lässt sich - wie aus anderen Modellen hinlänglich bekannt - nichts von dem Stress anmerken. Souverän münzt er die Leistung über den elektronisch geregelten Allradantrieb 4ETS in schlupffreien Vortrieb um. Subjektiv entspricht die Beschleunigung für den dank Komplettausstattung 1,9 Tonnen schweren Mercedes GLK mindestens einem 400 E aus der "Willkommen zu Hause"-Zeit, objektiv lässt er sich mit 8,5 Sekunden mehr Zeit als vom Werk vorgegeben (7,9 Sekunden). Ein Patzer? Bei einem Gelegenheits-Offroader kaum. Da fällt schon eher der Verbrauch negativ auf. Mit einem Testdurchschnitt von 9,7 L/100 km kann sich der 250 CDI nicht von der sechszylindrigen Konkurrenz absetzen. Andererseits schluckt er auch nicht mehr als diese, weshalb der Aufpreis von 4.522 Euro zum 350 CDI getrost in Sonderausstattungen investiert werden kann - die dazugehörige Liste ist nach Art des Hauses gewohnt üppig dimensioniert.
19 Zoll Felgen schaden dem Komfort des Mercedes GLK
Kunden, die Wert auf Komfort legen, sollten sich dabei jedoch die 19-Zoll-Räder verkneifen. Wirklich herb federt der Mercedes zwar auch mit den großen Schuhen in Kombination mit dem Serienfahrwerk nicht, doch speziell bei langsamer Fahrt lässt er die Insassen durch trockenes Abrollen spüren, dass der Preis für die Schönheit über Geld hinausgeht. Besonders positive Auswirkungen auf das Handling konnten ebenfalls nicht festgestellt werden. Im Grundpreis inbegriffen ist dagegen die kantige Karosserie, die zielgenaues Einparken ermöglicht und ihren Passagieren überdies ein gutes Raumgefühl schenkt - wie zu Hause eben.
| Basisdaten | |
|---|---|
| Marke | Mercedes |
| Modell | GLK 250 CDI 4-MATIC BlueEFFICIE. |
| Baujahr | 10/2009 |
| Grundpreis | 43.078 Euro |
| Motorbauart | Reihenmotor |
| Zylinderzahl | 4 |
| Hubraum | 2143 cm³ |
| Leistung | 204 PS (150 kW) bei 4200 U/min |
| max. Drehmoment | 500 Nm bei 1600 U/min |
| Schadstoffeinstufung | Euro 5 |
| CO2-Ausstoß | 176 g/km |
| Schaltung | automatisch |
| Gänge | 7 |
| Testwagenbereifung | |
| Marke | Pirelli P Zero |
| Reifen (vorn) | 235/50 R 19 W |
| Rädergröße (vorn) | 7 1/2 J x 17 |
| Reifen (hinten) | 255/45 R 19 W |
| Rädergröße (hinten) | 7 1/2 J x 17 |
ich sehe es so, dass sich diese kurz übersetzten automatikgetriebe einfach nicht mit drehmomentstarken, niedrigtourigen dieselmotoren vertragen. ich bin den tiguan 2.0 tdi (140ps) auch erst mit dem 6g dsg gefahren: horror! andauerndes hoch und runterschalten, damit man sich auch ja immer im richtigen gang befindet. allerdings scheinen die automatikgetriebe selbst nicht genau zu wissen, ob sie lieber spritsparend oder sportlich schalten sollen. nach der testfahrt war auf jeden fall klar, dass eine manuelle schaltung her muss.
vielleicht vergleiche ich hier äpfel mit birnen (vw/mercedes, 6g dsg/7g wandler). es ist wie gesagt auch nur eine vermutung meinerseits.
die automatik reagiert wie ein wandker eben reagiert.... un da die 7g gleich 2 gänge runterschaltet beim kickdown dauert es "kurz". im sportmodus verkürzt sich das ganze etwas aber besser als kickdown is 3/4 gas und dann mit 540nm (beim 320cdi) abfahrt.
Früher hatten die Leute den röhrenden Elch über'm Sofa hängen... . Heute haben sie so'n Ding... ist anders, aber bestimmt nicht besser!
Obwohl ich Bild ja absolut nit mag, habe ich gerade einige Tests gelesen, die scheinen wirklich (noch) nicht von irgendwer gekauft zu sein. Sehr objektive Testberichte. Ganz komisch: 100000 km Test beim ML 270 ... da merkt man den Unterschied.
@Unverschämt: Super Idee, dann kannst Du ja demnächst berichten, ob der blaue oder der rote Golf besser ist! Hast Du eigentlich eine eigene Persönlichkeit oder wartest Du noch auf eine Typberatung in der Bildzeitung?
Der Verbrauch des GLKs erscheint mir sehr realistisch, wenn ich bedenke, dass ich mit einem C320CDI einen Durchschnittsverbrauch von 10l hatte. Ich empfand das Getriebe aber leider als sehr gewöhnungsbedürftig, weil es "Gedenksekunden" einlegte. Die Frage habe ich schon einmal gestellt, leider ohne Antwort: Schaltet die 7G immernoch so seltsam, speziell bei Kickdown?
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