Auf die gern gestellte Frage, was man denn für ein Auto fahre, kann jetzt auch mit Note geantwortet werden. Note? Nie gehört. Aber es ist endlich wieder ein richtiger Name, wenn auch ein vieldeutiger, in der Übersetzung einerseits die Note der Musik, andererseits ein Zeichen.
Nissan versteht den im britischen Sunderland produzierten neuen Wagen nicht im musikalischen Sinne, sondern als Zeichen. Ein ganz neues ist er freilich nicht, denn hoch bauende Compacts in der Viermeter-Kategorie gibt es schon länger (siehe auch „Spotlight“ Seite 32).Doch Nissan fehlt ein solches Modell bislang, und da speziell diese Wagenklasse Zuwachsraten verzeichnet, möchte man gern dabei sein. Gut vier Meter in der Länge messen die wichtigsten Konkurrenten, und so lang ist auch der Note. Er basiert auf der Nissan Micra-Plattform, hat aber 2,60 Meter Radstand und ist knapp über anderthalb Meter hoch – „nicht zu hoch“, wie der Nissan-Chefdesigner mit dem einprägsamen Namen Taiji Toyota bemerkt.
Die Höhe suggeriert zusammen mit dem langen Radstand, man habe es mit einem weit größeren Auto zu tun. Doch man hat nicht. 4,08 Meter Länge und eine Breite von 1,69 Meter sind ein Vernunft-Maß, mit dem das Fahren in Parkhäusern seinen Schrecken verliert, kurzum ein Format, mit dem sich viele Autofahrer wegen des leichteren Handlings gerne bescheiden. Wenn es den Konstrukteuren dann noch gelingt, auf einer solchen Grundfläche viel Raum zu schaffen – umso besser. Bei dem grundsätzlich mit vier Türen versehenen Note ist das mit Bravour gelungen.
Das Raumgefühl vorne ist sogar üppig, doch den wahren Raumvorteil verspürt man im Fond. Dabei haben sich die klug abkupfernden Nissan-Konstrukteure eines nicht mehr ganz neuen, aber auch nicht allzu oft praktizierten Hilfsmittels bedient, nämlich der verschiebbaren Rücksitzbank. Immerhin 16 Zentimeter lassen sich so stufenlos einund ausfahren, das Kofferraum-Volumen variiert anteilig zwischen 280 und maximal 1332 Litern. Der Kofferraum selbst ist zweigeteilt, wobei zwei Abdeckplatten den tiefen Teil verschließen und dadurch nur die normalerweise ausreichende höhere Etage freigeben.
Davon hat man nicht viel, wohl aber vom ungewöhnlich großen Beinraum hinten. Auch bei nach hinten gefahrenen Frontsitzen bleibt viel Raum für Beine und Füße.




