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Opel GT Cabrio

Fliegen lernen

Foto: Hans-Dieter Seufert 15 Bilder

Mit dem Slogan "Nur Fliegen ist schöner" wurde in den 60ern für den ersten Opel GT geworben. Ob der offene Neue ähnlich begabt ist, klärt der Test.

04.04.2007 Christian Bangemann

Sieht er nicht aus wie eine geschrumpfte Corvette? Wohl wahr: Optisch kommt der kleine Opel GT der großen US-Schwester schon ziemlich nah. Und wirklich klein ist der GT ja auch nicht: In der Länge misst er zwar 34 Zentimeter weniger als die aktuelle Corvette, aber in der Breite fehlen nur drei Zentimeter.

Gilt er wieder, der alte Werbespruch mit dem Fliegen? Zunächst einmal bleibt der Opel-Zweisitzer mit 30 675 Euro rein finanziell auf dem Boden. Aber nicht nur gegenüber dem Vorbild ist er ein Schnäppchen, sondern auch im Vergleich zur Konkurrenz. Ein Mazda MX-5 kostet als Zweiliter- Version nur 24 313 Euro, hat aber 104 PS weniger Leistung. Ein BMW Z4 3.0 si, der es leistungsmäßig mit dem GT aufnehmen kann, kostet dagegen stramme 11 000 Euro mehr. Können die Opelaner zaubern?

Wie ist es möglich, diesen Powerriegel so günstig anzubieten? Zum einen hilft der Mutterkonzern General Motors, indem er zwei technisch gleiche Modelle (siehe Spotlight auf Seite 74) baut und so für ordentliche Stückzahlen sorgt. Aber reicht das, oder wurde zu kräftig an der Kostenschraube gedreht?

Erst mal reinsetzen. Manuelle Sitz-Längsverstellung und ein nur in der Höhe einstellbares Lenkrad deuten auf einen Sparkurs hin, aber stellen noch keinen echten Verzicht dar. Die Sitzposition reicht für Piloten bis gut 1,9 Meter Länge, zumal sich die Sitzhöhe sogar elektrisch variieren lässt. Vom Lenkrad fällt die Hand locker auf den kurzen Schaltstummel des Fünfgang-Getriebes.

Der wächst aus einem enorm breiten Kardan-Tunnel, der kein leeres Versprechen darstellt. Denn in ihm rotiert tatsächlich eine Antriebswelle, weil der GT nach klassischer Roadster-Manier durch seine Hinterräder aus den Startblöcken katapultiert wird. Klassisch auch das knapp sitzende Stoff-Verdeck, das nur mit händischer Unterstützung zu öffnen ist.

Nach dem Druck aufs Knöpfchen zum Öffnen des Kofferraumdeckels heißt es also Entriegeln am Windschutzscheibenrahmen, Heckdeckel hochklappen, Dach reinfalten, Deckel zuklappen (aber mit Schmackes, sonst wird nicht richtig verriegelt) und wieder einsteigen. Muss das 121 Jahre nach der Erfindung des Autos so kompliziert sein? Wenigstens das Starten geht einfach.

Fazit

Der neue Opel GT bringt viel Leistung und Cabrio-Genuss zum attraktiven Preis. Der Motor und sie Lenkung sind aber nicht besonders sportlich. Der umständliche Dachmechanismus stört gewaltig.

Technische Daten
Opel GT
Grundpreis32.400 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4100 x 1813 x 1274 mm
KofferraumvolumenVDA157 L
Hubraum / Motor1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung194 kW / 264 PS (353 Nm)
Höchstgeschwindigkeit229 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,7 s
Verbrauch9,1 L/100 km
Testverbrauch12,3 L/100 km
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