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Peugeot 407 HDi 135

Foto: Hans-Dieter Seufert

Für ein Auto des sonst eher konservativen Segments reißt der 407 den Mund ganz schön weit auf. Der erste Einzeltest mit dem 136 PS starken 2,0-Liter-HDi klärt, was hinter der "großen Klappe" steckt.

02.06.2004

Der bloße Anblick des Peugeot 407 mit seinem weit geöffneten Kühler-Maul im Rückspiegel reicht aus, um Vorausfahrende auf der Autobahn bereitwillig auf die rechte Spur wechseln zu lassen. Vermutlich glauben sie, einem Gran Turismo aus Maranello Platz machen zu müssen. Dabei spielt der 407 2.0 HDi in keiner anderen Liga als das Heer der Limousinen mit TDI- oder ähnlichen Kürzeln am Heck: in der Mittelklasse. So leistet der Vierzylinder- Common-Rail-Diesel aus bürgerlichen zwei Liter Hubraum ebenso bürgerliche 136 PS.

Auch das maximale Drehmoment liegt mit 320 Newtonmeter bei 2000/min auf klassenüblichem Niveau. Durch kurzzeitige Erhöhung des Ladedrucks bei Volllast in den Gängen drei bis sechs – Overboost genannt – werden daraus jedoch stramme 340 Newtonmeter. Im Vergleich zum Vorgänger im 406, der auch schon über den FAP genannten Rußpartikelfilter verfügte, aber nur Euro 3-tauglich war, unterbietet das Aggregat im 407 nun auch die Euro 4-Grenzwerte für die NOX-Emissionen und wird mit der entsprechenden Einstufung belohnt. Ob der Zweiliter ohne Rußfilter weniger als die nicht besonders sparsamen acht Liter auf 100 Kilometer verbrauchen würde, bleibt eine rein hypothetische Frage. Zurück auf der Autobahn: Mit der zur Verfügung stehenden Leistung kann man den hoch gesteckten Erwartungen der zu überholenden Autofahrer natürlich nicht gerecht werden. Spätestens dann, wenn der vermeintliche Ferrari nicht in Sekundenbruchteilen vorbeischießt, bemerken viele ihre Fehleinschätzung.

Aber auch seinen eigenen Fahrer enttäuscht der 407 zunächst. Unerwartet zögerlich legt die Limousine beim Gasgeben an Tempo zu. Schuld ist die lange Übersetzung vor allem des sechsten Gangs der Handschaltbox. So rotiert die Kurbelwelle bei der Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h, die in der Ebene nur mit langem Anlauf erreicht wird, nur rund 3700 Mal pro Minute. Von bulligem Durchzug – eigentlich die Domäne moderner Turbodiesel – ist beim 407 zumindest in den oberen Gängen nicht viel zu spüren, Overboost hin oder her.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • gute Qualitätsanmutung funktionales Cockpit hohe Zuladung
  • knappes Raumangebot im Fond unübersichtliche Karosserie
Fahrkomfort
  • bequeme Sitze gute Federung auf langen Wellen
  • eingeschränkter Komfort auf kurzen Unebenheiten
Antrieb
  • laufruhiger Motor angemessener Verbrauch
  • zu lange Getriebeübersetzung mäßige Elastizität
Fahreigenschaften
  • exakte Lenkung mit guter Rückmeldung gutes Handling hohe Fahrsicherheit
  • bei Nässe verzögerter ESP-Eingriff
Sicherheit
  • umfangreiche Sicherheitsausstattung serienmäßig standfeste Bremsen
  • Partikelfilter serienmäßig erfüllt Euro 4
Kosten
  • vergleichsweise günstiger Kaufpreis gute Serienausstattung

Fazit

Peugeots neue Mittelklasselimousine hat neben der extrovertierten Optik noch mehr zu bieten. Dazu zählen in erster Linie die guten Fahreigenschaften. Der Antrieb ist zwar kultiviert und umweltfreundlich, wirkt aber etwas zäh.

Technische Daten
Peugeot 407 HDi FAP 135
Grundpreis26.050 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4676 x 1811 x 1445 mm
KofferraumvolumenVDA407 L
Hubraum / Motor1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung100 kW / 136 PS (320 Nm)
Höchstgeschwindigkeit208 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h9,8 s
Verbrauch5,9 L/100 km
Testverbrauch8,0 L/100 km
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