Die technischen Daten klingen viel versprechend. Der Porsche 911 GT2, noch der alten Baureihe 996 entstammend, präsentiert sich als 1500-Kilogramm- Sportwagen, bei dem fast 500 Pferdestärken im Heck lauern. Und dann diese kultivierten Umgangsformen. Der 3,6 Liter große Boxermotor, durch auf maximal ein bar erhöhten Ladedruck sowie Feinarbeit an der elektronischen Motorsteuerung auf einem neuen Leistungshoch angekommen, wird selbst unter Volllast nicht zur brüllenden Bestie. Mit einem fast enttäuschend zivilen Motorgeräusch dreht er bis zur Drehzahlgrenze von 6700/min hoch, wobei er eine vollkommen gleichmäßig ansteigende Leistungskurve beschreibt.
Keine Kraftexplosion, kein plötzlicher Turbobums – man möchte zunächst daran zweifeln, dass hier zwei Abgaslader im Einsatz sind. Die auf der Mess-Strecke in Hockenheim ermittelten Werte freilich machen deutlich, dass hier wirklich Bärenkräfte walten. Obwohl nicht wie der reguläre Turbo mit Allradantrieb ausgerüstet, katapultiert sich der GT ohne nennenswerte Traktionsprobleme von der Startlinie, was der Fabelwert von nur 1,6 Sekunden für die Beschleunigung auf 50 km/h unterstreicht.
Porsche 911 GT2: Scharf gemacht
Der stärkste Elfer, noch auf Basis des 996, hat noch einmal zugelegt: Er katapultiert sich mit 483 PS auf weit über 300 km/h.
Autor: Götz Leyrer



