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Renault Mégane RS Trophy im Test

So sportlich kann kompakt sein

Renault Mégane RS Trophy, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov 16 Bilder

15 PS mehr Leistung, mehr Ausstattung und eine mechanische Differenzialsperre vorn - so gerüstet wirbt der Renault Mégane RS Trophy um sportaffine Kompaktwagen-Fans. Der Haken am Testwagen: Den frischen Franzosen gibt’s nur 500 Mal.

03.06.2012 Anja Wassertheurer Powered by

Ein Nordschleifen-Rundenzeitenrekord - schon wieder. Die Eifel lockt wie eh und je, auch die Franzosen. 8.08 Minuten, so ist der anlässlich der Präsentation des auf 500 Stück limitierten Renault Mégane RS Sondermodells namens Trophy erschienenen Pressemitteilung zu entnehmen, sind für frontgetriebene Serienautos in der Grünen Hölle ab sofort das Maß der Dinge. Erzielt wurde die Fabelzeit von Renault Sport-Entwicklungsfahrer Laurent Hurgon.

Renault Megane RS Trophy mit Sportausstattung

Wir selbst haben die Ziffernfolge im Rahmen dieses Tests nicht verifiziert. Fakt ist jedoch, dass der mit einem sportlich, aber nicht über Gebühr straff abgestimmten Cup-Fahrwerk, 19 Zoll großen, schwarz lackierten und mit Bridgestone Potenza RE050A statt wie beim normalen Renault Megane RS mit Michelin Pilot Sport-Pneus bereiften Leichtmetallrädern und besagter Sperre aufgerüstete Zweitürer in der Tat Eindruck macht.

Optisch - mit der aufpreispflichtigen, dem Kleinserienmodell vorbehaltenen gold-gelben Metallic-Lackierung sowie den schwarzen Rädern mit rotem Rand und den abgedunkelten Scheiben hinten. Ergonomisch - aufgrund der famos konturierten und zeitgleich höchst bequemen Recaro-Sitzschalen. Und last but not least auch und vor allem in Bezug auf die Performance.

ESP lässt sich beim Renault Mégane RS Trophy komplett abschalten

Wie es sich für einen Kompaktwagen mit 265 PS, 360 Newtonmeter maximalem Drehmoment und sportlichem Anspruch gehört, lässt sich der elektronische Rettungsanker namens ESP an Bord des Renault Mégane RS Trophy komplett abschalten. Wer den eigenen Fahrkünsten nicht ganz vertraut, kann alternativ auch den ordentlich abgestimmten, weil nicht übersensiblen Sportmodus des elektronischen Fahrstabilitätsprogrammes bemühen. Die Folgsamkeit der anspruchsvoll konstruierten Vorderachse auf Lenkbefehle ist tadellos, die Untersteuerneigung des 1.409 Kilogramm schweren Zweitürers gering. An der Traktion des Turbo-Sportlers gibt es dank des von der Renault-Sportabteilung entwickelten, mit bis zu 35 Prozent sperrenden Differenzials gleichfalls nichts zu meckern: Das Herausbeschleunigen aus engen Ecken entpuppt sich im Renault Mégane RS Trophy als leichte Übung.

Hightech-Spielerei für sportlich ambitionierte Fahrer

Aufgrund der ausgeprägten Umgänglichkeit des ab 32.990 Euro teuren Franzosen bleibt ausreichend Zeit zum Studium des beim Trophy serienmäßig an Bord befindlichen Renault Megane RS-Monitors. Ihm lassen sich nach einer kurzen Eingewöhnung in Echtzeit die jeweils anliegenden Drehmomentwerte, die gerade abgerufene Leistung, der Ladedruck sowie die in Längs- und Querrichtung wirksam werdenden Beschleunigungs- und Verzögerungswerte entnehmen. Hier lässt sich auch die Spontaneität des Gaspedals im Teillastbereich den individuellen Vorlieben anpassen. Fünf voreingestellte Kennlinien stehen zur Wahl. Angesichts dieser primär für sportlich ambitionierte Fahrer erdachten Hightech-Spielereien versteht sich der gleichfalls zu Gebote stehende Laptimer fast von selbst.

Wer sich an die von sport auto mit dem Renault Mégane RS Trophy im Test vorgelegte Rundenzeit von 1.16,4 Minuten auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim heranarbeiten will, kann das auch deshalb gefahrlos tun, weil sich die von Brembo zugelieferte Bremsanlage allen Strapazen gewachsen erweist. Der Druckpunkt am mittleren Alu-Pedal ist präzise und bleibt auch bei härterer Beanspruchung stabil. Gleiches gilt für die Verzögerungswerte: Mit 10,5 m/s² kalt und 11,1 m/s² im warmen Aggregatzustand rangiert der mit schwarzen Schürzen und Spoilerleisten, Außenspiegeln und Türgriffen versehene Franko-Sportler über dem Klassendurchschnitt.

Der Vorsprung auf die hauseigene Serienkonkurrenz fällt indes vergleichsweise gering aus. Beim Antritt aus dem Stand auf Landstraßentempo macht der Renault Mégane RS Trophy ebenso wenig Boden gut wie bei der Elastizitätsmessung, die das Beschleunigungsvermögen eines Autos innerhalb einer Fahrstufe beschreibt (siehe
Renault Megane RS im Supertest). Zur Ehrenrettung des sportlichen Sondermodells sei jedoch angemerkt, dass der im Vorjahr getestete Serien-Renault Megane RS bei angenehm kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt zu Höchstform auflaufen durfte, wohingegen der Newcomer bei spätsommerlichen 20 Grad Lufttemperatur heranmusste. Letzteres ist für Turbo-Motoren eher suboptimal.

Unterm Strich macht das eine oder andere Zehntel beim Ampelsprint aber ohnehin allenfalls mental einen Unterschied. Frei nach dem Motto: „Man könnte, wenn man wollte.“ Was im täglichen Umgang wirklich zählt, ist das subjektive Empfinden - und das fällt beim Renault Mégane RS Trophy deutlich sportiver aus.

Technische Daten
Renault Mégane Coupé R.S. Trophy
Grundpreis32.990 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4299 x 1848 x 1405 mm
Hubraum / Motor1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung195 kW / 265 PS (360 Nm)
Höchstgeschwindigkeit254 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h6,0 s
Verbrauch8,2 L/100 km
Testverbrauch15,8 L/100 km
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