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Skoda Superb Combi 2.0 TDI im Test: Skoda mit superbem Raumangebot

In der zweiten Generation darf der große Skoda erstmals ein auffallend hübsches Kombi-Heck tragen. Was dort alles reinpasst und ob es die Fahreigenschaften beeinflusst, klärt der Test des Skoda Superb Combi 2.0 TDI-CR.

Skoda Superb Combi 2.0 TDI im Test 5

Künftige Besitzer eines Skoda Superb Combi sollten über den menschlichen Organismus Folgendes wissen: Er kann zwar mehrere Wochen ohne Essen, aber nur wenige Tage ohne Trinken auskommen. Also bitte im Skoda-Interieur an verschiedenen Stellen kleine Wasserflaschen bunkern - nur für den Fall, dass man aus Versehen hinten einsteigt und sich in den Weiten des üppigen Fußraums verirrt. Oder eben - einfach zum Spaß - die Heckklappe als Tür nutzt, vielleicht weil sie so schön per Knopfdruck öffnet und schließt.

Der Skoda Superb Combi ist unerwartet elegant

Der Weg von ganz hinten nach ganz vorne ist jedenfalls weit. Und sehenswert. Denn obwohl die VW-Tochtermarke eher für pragmatische als für schöne Automobile steht, bekam der Skoda Superb Combi ein nicht nur äußerlich elegant geformtes Ladeabteil. Innen wurde es mit robustem, aber nicht tristem Teppich ausgeschlagen, auch an den glatten Flanken, in denen zwei große Ablagefächer sowie ausklappbare Haken für Taschen und eine als Taschenlampe entnehmbare Leuchte integriert wurden. Daneben lassen sich gegen Aufpreis auf zwei Alu-Schienen eine Art Teleskop-Alu-Brett und ein Automatikgurt in verschiedenen Positionen arretieren, um unterschiedlichsten Gepäckformaten den nötigen Halt zu bieten.

Das Platzangebot im Skoda Superb Combi ist riesig

Zuvor gleitet das Ladegut über eine niedrige, von Edelstahl geschützte Kante hinein. Bis zu 1.835 Liter dürfen es sein und 603, wenn die Rückbank noch Passagiere beherbergen soll und das Laderaumrollo geschlossen bleibt. Wird die Klappe geöffnet, zieht es sich automatisch ein Stück zurück, um Kleinkram aufzunehmen. Weitere Staumöglichkeiten bietet ein nicht besonders tiefes Fach unter dem Ladeboden, der zudem als weiteres Trennelement genutzt werden kann. Der Skoda Superb Combi versteht es also durchaus, seine Eigner zu beschäftigen - die sich bereits im Glauben, einen genauso durchdachten und geräumigen Wagen wie das T-Modell der Mercedes E-Klasse zum Schnäppchenpreis erworben zu haben, die Hände reiben. Doch zu früh gefreut.

Skoda Superb Combi im Test: Bei kombispezifischen Details wurde gespart

Betrachtet man die kombispezifischen Details, offenbart sich in unserem Test, wo im Vergleich zum Premium-Kombi gespart wurde: Die Heckklappe öffnet sich nur gegen Aufpreis elektrisch, eine Niveauregulierung steht weder auf der Serienausstattungs- noch Optionsliste, und auch das Trennnetz zum Fahrgastraum muss extra bestellt werden. Zudem entsteht die 1,91 Meter lange Ladefläche erst dann, wenn die Sitzbank auf ihrem recht filigran wirkenden Gestell nach vorne geklappt wird. Angesichts der Preisdifferenz von ungefähr 12.000 Euro zwischen dem Skoda Superb Combi 2.0 TDI mit 170 PS im Test und Elegance-Paket und einem E 220 CDI T-Modell könnte der Wunsch nach einem Stern bei manchen Kombi-Käufern jedoch genauso schnell verblassen wie dessen Schnuppen. Zumal der Skoda Superb Combi mit einem einzigartigen Platzangebot aufwartet: Knapp elf Zentimeter mehr Normsitzraum als im T-Modell lassen Eltern selbst dann nur müde mit den Schultern zucken, wenn der Junior in der Pubertät beschließt, die Statur eines Basketball-Profis anzunehmen.

Skoda Superb Combi: Gute Beschleunigung trotz hohem Gewicht

Auch die direkten Wettbewerber ohne Premium-Anspruch kommen in dieser Disziplin nicht mit. Die Chance, dass die Konkurrenz beim Antrieb davonfährt, fällt ebenfalls gering aus - schließlich liefert Skoda sein Topmodell mit modernen aufgeladenen Benzin- und Diesel-Direkteinspritzern aus. Lediglich der 140-PS-TDI arbeitet noch nach dem Pumpe-Düse-Prinzip, während die getestete 170-PS-Variante dank Common-Rail-Technik sanfter verbrennen darf. Bis zu 1.800 bar Druck und Achtloch-Einspritzdüsen, durch die bis zu sieben Mal pro Arbeitstakt Kraftstoff schießt, beruhigen den Motorlauf, zwei Ausgleichswellen besorgen den Rest. Nach einem kurzen Moment des Luftholens beschleunigt der Zweiliter-Turbodiesel in unserem Test den Skoda Superb Combi angesichts der stattlichen Masse von über 1,6 Tonnen geradezu respektlos souverän - auch wenn die Werksangabe von 8,9 Sekunden beim Sprint von null auf 100 km/h knapp verfehlt wird.

Der Skoda Superb Combi schlägt sich im Test gekonnt Haken um die Pylonen

Selbst beladen (470 Kilogramm Zuladung sind möglich) stemmt sich das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern wirkungsvoll gegen das Massenträgheitsgesetz. Falls es dem Fahrer dennoch nicht flott genug vorangeht, hilft das Sechsgang-Schaltgetriebe mit seiner passenden Abstufung und den exakten Wegen, den stattlichen Wagen zügig zu beschleunigen. Der Verbrauch bleibt dabei mit sieben Liter/100 km im Rahmen. Obwohl nur die wenigsten Interessenten eine Sportler-Seele im 4,84 Meter langen Kombi-Kleid suchen dürften, schlägt der Skoda Superb Combi durchaus gekonnt Haken um die Pylonen beim Fahrdynamik-Versuch. Dabei helfen die beim Elegance serienmäßigen 17-Zoll-Räder, und die elektromechanische Servolenkung liefert auch genügend Rückmeldung, um schnell die passende Linie zu finden.

Guter Fahrkomfort im Skoda Superb Combi

Eine hypersensible Übersetzung haben sich die Ingenieure zugunsten des Komforts netterweise verkniffen, was speziell auf ausgedehnten Autobahnetappen auf unseren Testfahrten angenehm auffällt. Den Federungskomfort einer dicken Daunendecke bekommen die Insassen dabei zwar nicht geboten, doch die im Vergleich zur Limousine etwas straffer gewählte Abstimmung hinterlässt einen stimmigeren Eindruck, als man bislang vom Skoda Superb Combi gewohnt war. Vor allem kurze Bodenwellen schluckt er nun gelassener. Größere Unebenheiten versickern irgendwo in der stattlichen Länge des Radstands (2,76 Meter). Das leicht hölzerne Abrollen trübt das harmonische Gesamtbild ein wenig - was im Übrigen auch für das Interieur gilt.

Knackiger Aufpreis für die Skoda Superb Elegance-Ausstattung

Immerhin können die Dekoreinlagen im gekünstelten Edelholz-Look gegen Exemplare aus einem Material getauscht werden, das Aluminium überraschend nahe kommt. So echt wie bequem fällt dagegen der Leder-Alcantara-Mix aus, mit dem die straff gepolsterten und vielfach einstellbaren Sitze bezogen sind. Alternativ stehen aufpreisfrei Ledersitze zur Wahl. Dass der Elegance-Aufpreis mit 6.700 Euro gegenüber der Basis recht happig ausfällt, liegt an den ebenfalls im Preis enthaltenen Positionen wie adaptive Bixenon-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung und Tempomat. Dazu addieren sich noch zahlreiche weitere Nettigkeiten, beispielsweise das gekühlte Handschuhfach oder die Becherhalter in der hinteren Mittelarmlehne - für einen immer ausreichenden Vorrat an Getränken im Skoda Superb Combi.

Jens Dralle

Autor

Foto

Achim Hartmann

Datum

12. September 2010
Dieser Artikel stammt aus Heft auto motor und sport 03/2010.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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