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Smart Fortwo Coupé CDI im Test

Das sparsamste Serienauto der Welt

18 Bilder

Der neue Smart Fortwo CDI mit Dieselmotor tritt mit dem Anspruch an, das sparsamste Serienauto der Welt zu sein. Wie viel verbraucht der Zweisitzer wirklich?

02.08.2007 Hermann-Josef Stappen

Heckmotor, Hinterradantrieb, stehende Pedale, rund 45 PS und 135 km/h Höchstgeschwindigkeit. Angesichts dieser Angaben könnte man sich um 30, 40 Jahre zurückversetzt fühlen und an den VW Käfer denken. Erst wenn man die Beschreibung fortsetzt – Dieselmotor, Common- Rail-Einspritzung, drei Zylinder, zwei Sitze –, wird klar, dass es hier nicht um den Wolfsburger Bestseller geht, sondern um den neuen Smart CDI.

Während der eine jahrzehntelang Produktions-Weltmeister war, strebt der andere den Titel des Verbrauchs-Weltmeisters an. Der auf dem Prüfstand ermittelte ECE-Verbrauch von 3,3 Liter Diesel je 100 Kilometer ist jedenfalls aktuell der weltweit niedrigste Wert für ein Serienauto.

Die Frage ist nur: Lässt sich ein solches Ergebnis auch im Alltagsbetrieb erzielen? Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, hat Smart den aus dem Vorgänger übernommenen, nur 0,8 Liter großen Dreizylinder gründlich überarbeitet. Der Kraftstoff wird über neu entwickelte Sechsloch-Düsen mit bis zu 1.600 bar in die Brennräume gespritzt, bisher waren es maximal 1.350 bar.

Smart Fortwo electric drive ed (2017) Fahrbericht Smart Electric Drive Erste Fahrt im Elektro-Fortwo

Eine Piloteinspritzung wenige Millisekunden vor der Haupteinspritzung soll den Verbrennungsablauf weicher und damit leiser machen.

Das gelingt aber nur bedingt. Das hinter den Sitzen unter dem Kofferraumboden quer installierte Motörchen dröhnt und knurrt die Insassen vor allem bei niedrigen und mittleren Drehzahlen vernehmlich an. Dabei produziert der Dreizylinder nicht nur Schallwellen, sondern auch Vibrationen, die sich über die unverkleideten Konsolen auf die Sitze übertragen.

Und das vor allem im häufig aufgesuchten Bereich um Landstraßentempo 100, wo die Kurbelwelle des CDI etwa 2.500 Mal pro Minute rotiert. Erst bei höherer Geschwindigkeit wird der Motorlauf weicher, und die Vibrationen lassen nach.

Dass gegenüber dem Vorgänger die Leistung um vier auf 45 PS und das Drehmoment von 100 auf 110 Newtonmeter zwischen 2000 und 2500 Touren gestiegen ist, kann der Fortwo nicht in bessere Fahrleistungen umsetzen. Aufgrund des höheren Gewichts und der gewachsenen Dimensionen beschleunigt der neue CDI ähnlich träge wie die Exemplare der ersten Generation.

Genau wie diese verfehlt er die für beide gültige Werksangabe von 19,8 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h deutlich – 23,9 Sekunden registriert das Messgerät. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Automatik- oder im manuellen Modus unterwegs ist, da das Getriebe bei Erreichen der Höchstdrehzahl ohnehin selbsttätig schaltet.

Auch dass die Schaltzeiten um die Hälfte reduziert sein sollen, schlägt sich weder in den Messwerten noch nennenswert im subjektiven Empfinden nieder. Die Abstufung des Getriebes hat Smart jedoch gründlich umgekrempelt. So hat die neue Box nur noch fünf statt sechs Gänge, und die einzelnen Stufen fallen deutlich länger aus.

Während der Vorgänger seine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei knapp 4200 Touren erreichte, dreht der kleine CDI-Motor bei gleichem Tempo jetzt nur noch weniger als 3,500 Mal pro Minute. Das mag sich zwar positiv auf den Verbrauch im ECE-Zyklus auswirken, auf der Straße zeigen diese Maßnahmen jedoch einen zweifelhaften Erfolg.

Besonders die Sprünge zwischen dem dritten, vierten und fünften Gang fallen sehr groß aus, so dass es nach dem Hochschalten nur noch verhalten weiter geht. Kommen dann noch Steigungen dazu, muss für einigermaßen zügiges Vorankommen wieder ein Gang zurückgeschaltet werden.

Bei dieser Auslegung sollte man das Überholen – etwa von Lastwagen – auf Landstraßen nur dann in Angriff nehmen, wenn die Strecke wirklich auf Hunderte Meter einsehbar ist. Aber der Smart soll ja in erster Linie ein Stadtauto sein. Hier ist das gebotene Temperament dank der dichter beisammenliegenden unteren drei Gänge tatsächlich ausreichend, um bei den Sprints von Ampel zu Ampel mit den Größeren mithalten zu können.

Etwas störend ist nur die Gedenksekunde beim Anfahren aus dem Stand heraus. Die rührt jedoch nicht von einem Turboloch her – der CDI hat keines –, sondern ist auf das verzögerte Ansprechen der automatisierten Kupplung zurückzuführen. Die Paradedisziplin des Fortwo ist und bleibt das Parken. Selbst mit 20 cm mehr Außenlänge passt die aktuelle Generation noch immer in Lücken, die andere links liegen lassen müssen.

Smart Fortwo Cabrio 0.9, Frontansicht Fortwo Cabrio 0.9 Fahrbericht Eröffnung bis 155 km/h

Allerdings wird das Rangieren durch die bei größeren Ausschlägen schwergängige Lenkung erschwert, zumal eine Servounterstützung nur gegen 460 Euro Aufpreis an Bord ist. Andererseits ist die Lenkung um die Mittellage herum besonders leichtgängig und insgesamt sehr indirekt ausgelegt. Das geht voll zu Lasten der Agilität, die man von so einem kleinen Auto eigentlich erwartet.

Schon das Ein- und Ausfahren bei einem Kreisverkehr ist mit viel Kurbelei verbunden. Auf kurvigen Landstraße kommt ebenso wenig Fahrspaß auf. Hier greift das ESP bereits recht früh ein, um die konzeptionell bedingten fahrdynamischen Schwächen auszugleichen. Kann das Smart-Konzept denn wenigstens beim Verbrauch punkten? Nur bedingt. Natürlich sind knapp fünf Liter Diesel für 100 Kilometer im Testmittel absolut gesehen ein niedriger Wert. Doch damit ist er nicht nur weit von der weltmeisterlichen Prospektangabe von 3,3 L/100 km entfernt, sondern auch nicht sparsamer als sein Vorgänger.

Selbst in der ökonomisch gefahrenen auto motor und sport-Verbrauchsrunde konsumiert der neue Fortwo CDI mit 4,1 L/100 km bis zu 0,9 Liter mehr als zuvor getestete Exemplare der ersten Generation. Der Verbrauch relativiert sich weiter, da der Smart nur ein Zweisitzer mit eingeschränktem Raumangebot ist. Ein VW Polo Blue Motion mit fünf Plätzen braucht im Schnitt gerade mal 0,1 Liter mehr und meistert die Verbrauchsrunde sogar mit nur 3,7 L/100 km.

Ein Sparwunder, wie versprochen, ist der neue Diesel-Smart also in der Praxis nicht, schon gar nicht in der Anschaffung. Denn wenn man für die Passion- Variante mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und Alu-Rädern stramme 13.300 Euro hinlegen muss, kann von einem Sparmodell wohl kaum die Rede sein.

Fazit

Der neue Smart Fortwo Coupé CDI kann den hohen Erwartungen an seine Sparsamkeit nicht gerecht werden. Er braucht bei eingeschränktem Raumangebot genauso viel wie manch größerer Kleinwagen.

Technische Daten
Smart fortwo Coupé cdi pure
Grundpreis11.360 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe2695 x 1559 x 1542 mm
KofferraumvolumenVDA220 L
Hubraum / Motor799 cm³ / 3-Zylinder
Leistung33 kW / 45 PS (110 Nm)
Höchstgeschwindigkeit135 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h19,8 s
Verbrauch3,3 L/100 km
Testverbrauch4,9 L/100 km
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