Suzuki Crossover SX4: Cross-Tat

Suzuki füllt eine der letzten Lücken in seinem Allrad-Programm und stellt den Crossover SX4 zwischen den winzigen Jimny und den kräftig gewachsenen Grand Vitara.

In den Entwicklungsabteilungen der Autohersteller geht es zu wie bei der TV-Kochshow „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“. Wenn das Standard- Menü nicht mehr zieht, werden immer neue Gaumenfreuden kreiert. Dabei sind die Zutaten schon bekannt: Man nehme Allrad-Antrieb, hohe Sitzposition, viele Sitzplätze, gute Variabilität und einen großen Kofferraum, schmecke gut ab und garniere das Ganze mit einer appetitlichen Verpackung. Trotz der vielen Nährstoffe müssen daraus nicht zwingend Kalorien-Bomben entstehen, wie sie vor allem die US-Amerikaner schätzen, die Europäer aber eher selten. Mit dem SX4 serviert Suzuki nun quasi einen leicht bekömmlichen Crossover-Extrakt für die Stadt, im Marketingdeutsch Urban- Cross-Car genannt.

Genau genommen sind sogar zwei Modelle dabei herausgekommen, denn der Fiat Sedici ist mit dem SX4 praktisch baugleich und wird auch im selben Werk in Ungarn gefertigt. Bei knapp 14 000 Euro geht es mit der Basisversion los, die von einem 99 PS starken 1,5-Liter-Benzinmotor angetrieben wird. Zum Test ist allerdings das Topmodell, der 1.9 DDiS i-AWD Comfort für 20 990 Euro, angetreten, der einen Vierzylinder-Diesel mit 120 PS unter der Haube hat.

Dessen Kraft gelangt wahlweise an die Vorder- oder per Knopfdruck auch an die Hinterräder. Wer auf den Allrad-Antrieb verzichten möchte, kann die Version 2WD wählen und spart dann 2000 Euro. Allerdings taugt auch die 4WD-Variante nicht für schweres Gelände. Ihr Allrad- Antrieb ist nicht für den ständigen Betrieb geeignet und darf lediglich auf rutschigem Untergrund wie Schnee oder Matsch eingesetzt werden. Das dürfte reichen, denn seine Stärken spielt der SX4 ohnehin auf trockenem Asphalt aus. Trotz Offroad-Optik ist der kleine Suzuki keiner, der mit überlangen Federwegen träge um die Kurven wankt. Im Gegenteil: Er lässt sich ähnlich agil bewegen wie ein Kleinwagen. Aufbaubewegungen werden von einer straffen, gleichwohl aber komfortablen Feder- Dämpfer-Abstimmung bei Kurvenfahrten weitgehend unterbunden.

Das Fahrverhalten bleibt dabei gutmütig neutral. Trotzdem unverständlich: Eine elektronische Fangleine gibt es erst ab September gegen 300 Euro Aufpreis.

3 5 1
Kommentare
Bild vergrößern
Christian Bangemann

Autor:

Anzeige
Thema
Crossover: Weitere Artikel zu diesem Thema
Subaru XV 2.0i im Fahrbericht: Antriebsphlegma und hoher Verbrauch

Subaru möchte mit dem XV im Kompakt-SUV-Segment mitmischen. Wir sind den 2.0i mit Boxermotor und stufenloser Automatik gefahren.

Subaru XV 2.0i, Seitenansicht
Baby-Tiguan, Peugeot 2008 & Co.: Das sind die neuen kleinen Offroader

Der Erfolg des Nissan Juke ruft die Konkurrenz auf den Plan. VW arbeitet am Baby-Tiguan, Fiat setzt auf den 500X.

VW Baby-Tiguan, Polo-SUV, Retusche
Top Artikel
VW CC 2.0 TSI im Test: CC mit GTI? Dann doch lieber TDI!

VW packt mit dem Zweiliter-TSI-Motor ein bisschen GTI unter die CC-Haube. Im Test muss der CC zeigen, ob der Golf-Motor zu ihm passt.

VW CC 2.0 TSI, Seitenansicht
Mercedes SLK 55 AMG im Test: Bodenwelle grüßt Rückenwirbel

Kaum steckt der Mercedes SLK im AMG-Dress, ändert er seinen Charakter. Test des 421 PS starken V8-Roadsters Mercedes SLK 55 AMG.

Mercedes SLK 55 AMG, Draufsicht, von oben
Newsletter
Neuwagen suchen

Neuwagen zu Internet-Preisen

Konfigurieren Sie jetzt Ihr Wunschfahrzeug zu besonders günstigen Konditionen!

Aktuelle Ausgabe
auto motor und sport - Heft 12/2012
Ab jetzt im Handel auto motor und sport - Heft 12/2012
Sportauto
35 Jahre VW Golf GTI im Test: Ultimativer GTI-Generationen-Check

Wir testen 35 Jahre VW Golf GTI auf der Rennstrecke - eine Hommage in Daten, Fakten und subjektiven Eindrücken.

Ultimativer GTI-Generationen-Check
Motor Klassik
Raketenautos: Vom Bat-Mobil zum Jaguar C-X75

Batman fuhr mehr als einen, Daniel Düsentrieb sowieso, Opel erlangte durch sie Weltruhm und Chrysler baute eine Kleinserie.

Vom Bat-Mobil zum Jaguar C-X75
4WheelFun
Superkarpata Trophy 2012: Live-Report – Offroad am Limit

Brutaler Wettbewerb: Eine Woche lang schlagen sich die Teams auf eigene Faust durch die rumänischen Karpaten. Ein Live-Tagebuch.

Live-Report – Offroad am Limit
Alle Autos von A-Z
  • Loading...
  • Loading...