Wenn es um kleine Geländewagen geht, ist Suzuki von jeher groß im Geschäft. Schließlich haben die Japaner die winzigen Allrad-Krabbler erst so richtig zum Laufen gebracht. Nicht technisch, aber imagemäßig. Der LJ war der erste massenkompatible Spaß-Offroader, in dessen Erfolgsspur der Vitara nahtlos eingeschwenkt ist.
Jetzt ist der neue Vitara da, Grand heißt er mit Vornamen, und trotzdem fällt er zwischen den aktuellen Allrad- Bestsellern Mercedes M-Klasse, BMW X3 und Co durch seine zierliche Statur auf. Wie seine Konkurrenten Nissan XTrail und Toyota RAV4 gehört er nicht in die Liga der ganz großen Brocken. Kein Nachteil bei der Suche nach einer Parklücke und erstaunlicherweise auch keiner beim Platzangebot. Vier Erwachsene, auch Nord-Europäer, sitzen gut im Vitara.
Es mangelt weder an Bein- noch an Kopffreiheit, nur um die Schultern wird es eng, wenn im Fond drei Personen Platz nehmen sollen. Auf kürzeren Strecken ist das aber kein Problem. Hinten wie vorn gibt es straffe und dennoch nicht unbequeme Polster. Die Sitzposition hinter dem lediglich höhenverstellbaren Lenkrad passt für unterschiedlichste Staturen. Fahrer und Beifahrer blicken auf eine Armaturentafel, deren Materialqualität und Verarbeitungssorgfalt dem Pendant in einem Lexus RX 300 ebenbürtig ist – das war man von Suzuki bisher nicht unbedingt gewöhnt.
Klar gezeichnete Instrumente stehen allerdings einem kompliziert zu bedienenden Radio mit integriertem Navigationssystem gegenüber. Ein intensives Studium der Betriebsanleitung ist unerlässlich. Hat man die wichtigsten Funktionen jedoch begriffen, lernt man die Steuerung über die Tasten am Multifunktionslenkrad (Serie beim Grand Vitara Comfort) schätzen.




