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Der BMW X6 xDRIVE 35d im Test: Das Riesen-Coupé BMW X6 im Einzeltest

Wohin man mit dem neuen BMW X6 auch fahren mag - der Ableger des X5 erregt viel Aufsehen: breites Kreuz, polarisierende Optik. Aber wer braucht diesen bulligen Bayern?

Wie bitte? Lieferfrist? Der Anruf bei einem Berliner BMW Händler bringt die Ernüchterung.„Wenn Sie jetzt einen X6 bestellen, bekommen Sie ihn nicht vor Ende des Jahres – zu starke Nachfrage.“ Moment mal: Es handelt sich hier nicht um das gerade erfundene Perpetuum Mobile, sondern um den Coupé-Ableger des BMW X5 , dessen Preisliste bei satten 55 800 Euro für den 30d mit 235 PS beginnt. Dennoch scheint BMW mit dem extrem bulligen SAC (Sports Activity Coupé) wieder ein Coup gelungen zu sein.

Ob dieses Auto tatsächlich jemand braucht, sei dahingestellt. Im X6-Innenraum geht es jedenfalls deutlich enger zu als im X5 – obwohl das Coupé drei Zentimeter länger und fünf Zentimeter breiter ist. Doch die stark abfallende Dachlinie quetscht den Fond-Passagieren den Luftraum ab und versperrt die Sicht nach hinten fast völlig. So können sich ganze Autos im toten Winkel der hohen Heckklappe verstecken. Die Rückfahrkamera für 520 Euro ist daher ein absolutes Muss. Wer in der knapp 30 Seiten langen Ausstattungsliste hier und da weitere Kreuzchen macht, erhöht den Wert des Riesen-Coupés schnell um mehr als 20.000 Euro: Von der Lenkradheizung (190 Euro) über das Head-up-Display (1340 Euro) bis hin zu aktivem Fahrwerk (3290 Euro) und Sitzbelüftung (1180 Euro) kann der X6 mit allen nur erdenklichen Extras vergoldet werden. Auf Wunsch stellt BMW das Goliath-Gefährt auch auf fette 21-Zoll-Räder mit Reifen im Format 285/35 vorn und 325/30 hinten. Preis: 5250 Euro.

Den eigentlichen Knüller jedoch hat der X6 bereits serienmäßig an Bord: das aktive Hinterachsdifferenzial DPC (Dynamic Performance Control), das die Münchner zusammen mit ZF entwickelt haben. Das System kann bei Bedarf die Antriebskraft per Lamellenkupplung variabel zwischen den Hinterrädern verteilen.Anstatt das kurveninnere Rad im Ernstfall abzubremsen, stemmt die PC-Einheit bei Bedarf mehr Kraft auf das kurvenäußere Rad.

Wahrscheinlich würde der X6 auch ohne diesen Aufwand sehr flott über kurvige Landstraßen und Autobahnen jagen. Aber wenn der gut zwei Tonnen schwere Athlet zum Tanz auf abgesperrter Strecke bittet, kratzen sich selbst versierte Piloten verwundert am Kopf – die Bayern scheinen die Physik überlistet zu haben. Wie von gigantischen Muskeln gedrückt, wedelt das Dickschiff in Rekordzeit durch die Pylonengasse. Dank der Aktivlenkung (1300 Euro) muss sich der Fahrer im Slalom dabei nicht mal besonders anstrengen. Eines steht fest:
Fahrdynamisch wird hier ein neuer Maßstab für SUVs gesetzt. Auch durch den seidig weichen
Dieselmotor. Der stärkere der beiden Dreiliter-Sechszylinder (35d) wird von zwei Turboladern befeuert und leistet 286 PS.

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Dank seines Drehmoments von 580 Newtonmetern schiebt er aus jeder Drehzahl barbarisch an und setzt bei den Beschleunigungsmessungen eindrucksvolle Zeichen. Für eine 2,2-Tonnen-Fuhre geht letztlich sogar der Testverbrauch von gut elf Litern in Ordnung. Doch das dürfte für die potentiellen Käufer ohnehin Nebensache sein.

Datum

15. September 2008
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