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Der Citroën C-Crosser HDi 155 FAP im Test

Ein Franzose aus Fernost: Citroën C-Crosser HDi 155 FAP

8 Bilder

Aus Frankreich kommen nur Name und Motor. In Wirklichkeit ist der C-Crosser ein Japaner

27.08.2008 Powered by

Beim Zuziehen der Fahrertür: kein Scheppern, kein Dröhnen. Nur ein sanftes, solides „Klack“, und die Pforte ist geschlossen. Dann herrscht ­Ruhe im Auto. Ein großzügiger, luftiger Innenraum mit hellem Leder und zweifarbigem Kunst­stoff im Armaturenbrett.
­Keine Frage, ein Ort des Wohlfühlens. Herzlich willkommen im Citroën C-Crosser.
So viel vorweg: Das Lob gilt nicht Citroën allein. Denn trotz unübersehbarer Doppelwinkel an Front, Heck und Lenkrad ist der C-Crosser ein Mitsubishi . Gewissermaßen eine ­Variante des Outlander, gebaut in Mizushima, Japan. Ein ­bisschen Make-up vorn, etwas ­Lifting hinten, und fertig ist das adoptierte SUV der Grande ­Nation – allerdings als doppel­tes Lottchen. Denn wer ­lieber einen Löwen im Wappen trägt und riesige Kühler mag, bekommt das Pendant als ­Peugeot 4007 , für mindestens 31 990 Euro.
Beim Motor wollten die Franzosen ihren eigenen Weg ­gehen. Statt des Pumpe-Düse-Aggregats, das Mitsubishi aus dem VW -Regal bezieht, sitzt im C-Crosser und im 4007 ein 2,2-Liter-Diesel mit Common-Rail-Einspritzung und 156 PS.
Eine sehr gute Wahl. ­Laufruhig, leise und kräftig. Bei etwa 1500 Umdrehungen erwacht der Selbstzünder aus dem Tiefdrehzahlschlaf und schiebt den gut 1,8 Tonnen schweren Japan-Franzosen ohne Anstrengung bis auf Tempo 200. Wie die Kraft dabei an die Räder gelangt, entscheidet der Fahrer. Im Normalfall ist der C-Crosser ein reiner Fronttriebler.
Ein Dreh am Schalter in der Mittel­konsole, und die Hinterachse wird zugeschaltet. Je nach Traktionsniveau verteilt jetzt eine Lamellenkupplung die Arbeit an Vorder- und ­Hinterräder. Noch ein Dreh weiter, und die Sperrwirkung des ­Mitteldifferentials wird ­erhöht – maximal 60 Prozent der Kraft gehen dann an die Hinterachse. Ein echter Vorteil auf schlechten und rutschigen ­Wegen. Und hier macht der
C-Crosser ­seinem Namen dann auch alle Ehre und wird zum echten Spaß­mobil: die Lenkung ­direkt, die Sitze bequem und das Fahrverhalten absolut narrensicher. Trotz straffer Abstimmung schluckt das Fahrwerk selbst größere Unebenheiten freudig weg und bleibt angemessen komfortabel. Schwereres und schroffes Gelände sollte aber, wie für diese Klasse üblich, weiträumig ­umfahren werden. Die langen Überhänge und der große ­Radstand können spontane Offroad-Abstecher schnell zur ­Zitterpartie machen. Auch wenn der angedeutete Unterfahrschutz mehr verspricht – er ist aus Kunststoff und dient ausschließlich der Optik.

Die Bedürfnisse typischer SUV-Fahrer wird der C-Crosser jedoch ohne Weiteres befriedigen können. Zumal er in der Edel-Ausstattung Exclusive, wie von uns getestet, einiges zu bieten hat: Xenonscheinwerfer, eine Rückfahrkamera sowie ein Navi mit großem Touchscreen und 30-Gigabyte-Festplatte zum Speichern von Musik. Die schallt optional aus einem mächtigen Soundsystem der amerikanischen Marke Rockford Fosgate – mit acht Lautsprechern und einem Subwoofer im Kofferraum.
Die Outlander -Familie dürfte der etablierten Konkurrenz also ordentlich Wasser abgraben. Zumal sie andere SUVs in der Länge überragt: den BMW X3 um sieben, den Toyota RAV4 sogar um 24 Zentimeter. Genug Platz, um im Heck eine dritte Sitzreihe zu verstecken. Die ist allerdings nur eine brettharte Notlösung. Selbst Kindern dürfte es hier schnell unbequem werden. Im Outlander kostet die Reservebank extra, im Citroën ist sie serienmäßig. Das gilt auch für Tempomat, Nebelscheinwerfer, Dachreling, Lederlenkrad und -schaltknauf sowie 16-Zoll-Alu-Räder, im Exclusive sogar 18-Zoll-Räder.
Ist der C-Crosser also das bessere Angebot? Die Antwort hängt vom Geldbeutel ab. Für 33 590 Euro ist die Basisversion des Citroën wesentlich üppiger ausge stat tet als die des Mitsubishi. Der ist jedoch auch gut 4600 Euro günstiger. So oder so: Der C-Crosser ist einer der besten Citroën der Neuzeit – wem immer das Kompliment gebührt.

Fazit

Viel Platz, sehr gute Verarbeitung und eine hervorragende Einheit aus Motor, Getriebe und Antrieb – die Konkurrenten à la BMW X3 und ­Toyota RAV4 werden sich warm anziehen müssen.

Technische Daten
Citroën C-Crosser HDi 155 FAP
Grundpreis38.750 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4645 x 1805 x 1715 mm
KofferraumvolumenVDA184 bis 1686 L
Hubraum / Motor2179 cm³ / 4-Zylinder
Leistung115 kW / 156 PS (380 Nm)
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h11,0 s
Verbrauch6,7 L/100 km
Testverbrauch9,0 L/100 km
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