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Der Land Rover Defender Edition 60YRS im Test

Der macht was her - Defender Edition 60YRS

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60. Geburtstag eines Urgesteins: Das limitierte Sondermodell ist ein echtes Kronjuwel geworden. Dennoch: Es ist eindeutig als direkter Nachkomme des Ur-Land Rover zu identifizieren kantige Form, stählerner Leiterrahmen, zwei Starrachsen und unzählige sichtbare Nieten in der Karosserie.

22.08.2008 Powered by

Trotz aller Weiterentwicklung in den vergangenen 60 Jahren – das aktuelle Modell des Defender  zeigt deutlich seine direkte Nachkommenschaft vom Ur-Land Rover . Okay, der Kühlergrill wanderte im Laufe der Zeit nach vorn, Schraubenfedern ersetzten die Blattvarianten, die Lüftungsklappen unter der Frontscheibe wurden versiegelt, und die Blechhaube (seit 2007 mit Hutze) bedeckt nun einen modernen 2,4-Liter-Diesel mit 122 PS.

Damit ist der Zweitonner zwar nicht gerade übermotorisiert, doch allemal ausreichend schnell unterwegs. Und im Gelände spielt Leistung wegen des extrem kurzen ersten Gangs und der Untersetzung (zusammen 62,7:1!) ohnehin keine Rolle. Aus Rücksicht auf das Material, die Sicherheit und die Ohren der Insassen spricht die Elektronik dem Defender jedoch weiterhin bei 132 km/h ein Tempolimit aus.

Auch die jetzt erhältliche Edition 60Yrs (sprich: sixty years) macht da keine Ausnahme. Das feudale Geburtstagsmodell trägt Frontgrill, Scheinwerfereinfassungen, Kotflügel-Riffelbleche sowie seitlichen Lufteinlass in Alu-Optik und hebt sich allein dadurch klar von den sonstigen Modellen ab. Zudem ist alles an Bord, was Land Rover an Zusatzausstattung zu bieten hat: Klimaanlage, beheizte Frontscheibe, Alu-Räder im 16-Zoll-Format, elektrische Fensterheber vorn, zweistufige Sitzheizung, ABS und Traktionskontrolle sowie CD-Radio mit Anschluss für MP3-Player. Ausschließlich in Java-Black (Dach in gleicher Farbe) lackiert und mit exklusiven Ledersitzen in Beige bestückt, dürfen nur 150 Exemplare der 60Yrs-Variante zu den glücklichen Kunden rollen. Die müssen für 41.500 Euro aber auch die üblichen Eigenheiten des Defender in Kauf nehmen. Denn trotz 7500 Euro Aufpreis zur Topausstattung SE bleiben die schlechte Sitzposition direkt an der Tür, das stuckrige Fahrverhalten, die mäßige Verarbeitung und der gewaltige Wendekreis eines Lkw.

Unser Testwagen, ein 4,64 Meter langer 110er, braucht 15 Meter für eine Drehung. Im dichten Stadtverkehr zu rangieren wird zur wahren Herausforderung. Nicht zu vergessen: Der Defender bremst schlecht. Fans und Fahrer wissen das und fahren daher nicht nur wegen der vergleichsweise verhaltenen Leistung entsprechend defensiv. Was mittlerweile sogar von höherer Stelle bestätigt wurde: Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Verkehrsunfall Schaden zu erleiden, ist im Defender unter allen (!) Pkw am geringsten – sagt das britische Verkehrsministerium in einer entsprechenden Studie. Für viele ist das sicher keine Überraschung. Der Edelste aller bisherigen Defender mit dem silbernen 60Yrs-Badge an der Flanke macht jedenfalls richtig was her. Er ist zeitlos, wertfrei und absolut stilsicher. Qualitäten, die es anderswo selbst für so viel Geld kaum zu kaufen gibt.

Fazit

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis vom Euro-4-tauglichen Vierzylinder Td4 individuelle Versionen aufgetaucht sind. Werkseitig schickt Land Rover die zwei ausschließlich (!) schwarzen Jubiläumsmodelle 60 Yrs und SVX Defender ins Rennen, die eindeutig auf Schick statt Schlick getrimmt sind.

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