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Der Mazda BT-50 L-Cab im Einzeltest

Leiser Laster

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Der BT-50 tritt mit neuer Technik und alten Werten in den Wettstreit um Deutschlands Pick-up-Käufer

19.07.2008 Powered by

Nutzfahrzeug oder Luxuslaster? Zumindest die Verkaufszahlen lassen vermuten, dass deutsche Pick-up-Käufer gern zu Letzterem tendieren. Entsprechend überschaubar war der Verkaufs­erfolg des robusten Mazda B2500 , der eher in der Arbeiterklasse zu Hause war. Nicht nur der Name ist nun anders – Mazda nennt die neue Version BT-50 . Neben dem moderneren Karosserie-Styling wurde aber auch an den inneren Werten gefeilt. Das betrifft das vor allem die Geräuschdämmung. Hier wurde viel erreicht. Subjektiv ist der Neue um zwei Klassen leiser als der Vorgänger, vor allem störendes Brummen und Dröhnen wurde eliminiert. Die Messwerte zeigen: Der BT-50 dieselt auf dem Geräuschlevel eines Jeep Cherokee . Das zweite Manko des Vorgängers wurde ebenso wirksam angepackt: Durch die erheblich länger übersetzten Achsen ist das Drehzahlniveau viel niedriger als bisher. Das spart Sprit und trägt ebenfalls zur Geräuschreduzierung bei.

Die praktischste Version des BT-50 ist der Anderthalbkabiner, bei Mazda L-Cab genannt. Die Kabine mit den gegenläufig ­öffnenden Türen hat in der zweiten Reihe Notsitze, auf denen ­Erwachsene für Kurzstrecken gerade mal so Platz finden. Dafür ist die Ladefläche dahinter mit 1,70 mal 1,45 Metern sehr geräumig. Und in Sachen Zuladung gibt’s keine leeren Versprechungen: Satte 1,2 Tonnen darf man in und auf den Mazda packen. Das erweist sich allerdings nicht nur als Quell reiner Freude. Denn entsprechend robust ist das Fahrwerk speziell an der hinteren Starrachse ausgelegt. Die Blattfedern dort sollen laut Mazda zwar komfortabler abgestimmt sein als beim Vorgängermodell, zu spüren ist das jedoch nicht. Erst mit einigen hundert Kilo Last auf der Pritsche ist man ­geneigt, so etwas wie Federungskomfort zu attestieren. Unbeladen verteilt der BT-50 schon bei kleineren Unebenheiten kräftige Tritte. Das ist nicht nur unangenehm für die Besatzung, die harte Hinterhand beeinträchtigt außerdem die Fahrstabilität. In diesem Zusammenhang vermissen wir einen Permanent-Allrad und besonders ein ESP.Dank Common-Rail-Einspritzung ist der Motor nun erheblich kräftiger.

Das zeigt sich auch bei den Fahrleistungen. Er beschleunigt beispielsweise besser als Mitsubishis neuer L200 .Obwohl der BT-50 mit seinen über fünf Meter Länge alles andere als handlich ausfällt, ist zumindest der Wendekreis passabel. Im Gelände ist er dennoch keine Granate: Der riesige Radstand lässt den Mazda schon bei kleineren Kuppen schnell in der Mitte aufsitzen, erst recht mit den beim Testwagen montierten Trittbrettern. Und das stocksteife Fahrwerk hebelt den Kleinlaster schnell aus. Vieles lässt sich nur mit Schwung bewältigen, da sonst mangels einer Traktionskontrolle oder einer Achssperre (die Differentialbremse hinten bleibt in solchen Situationen wirkungslos) der Vortrieb in sinnlos durchdrehenden Rädern verpufft. Immerhin: Einmal aktiviert, lässt sich der starre Allrad während der Fahrt ausklinken und wieder zuschalten.

Fazit

Bewusst verzichtet Mazda auf überteuerten Luxus. Die bessere Geräuschdämmung und der kräftige Motor sind gelungen. Nur die Federung ist viel zu hart, wenn keine Lasten transportiert werden.

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