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Mitsubishi Pajero 3.2 Di-D im Test

Stimmt die Form? Mitsubishi Pajero 3.2 Di-D

10 Bilder

Getreu dem Motto Evolution statt Revolution wurde der Mitsubishi Pajero grundlegend überarbeitet.

09.06.2008 Powered by

Seit 24 Jahren ist er nun schon in Deutschland — der Mitsubishi Pajero darf längst als Tradition ­gelten. Das trifft auch auf die ­regelmä­ßige Modellpflege zu: Mit dem V20, der 1991 auf den Urtyp L040 folgte, wurde das Design­konzept festgelegt, das bis heute Bestand hat. Auch beim jetzt vorgestellten neuen Modell (interner Code V80), das vom ­Februar an Handel ist. Die Ähnlichkeit mit dem bisherigen Pajero V60 kommt nicht von ungefähr, der diente schließlich als Basis. Dennoch ist es mehr als nur ein Facelift, laut Mitsubishi wurden rund 75 Prozent des Fahrzeugs neu konstruiert.Augenscheinlich wird das natürlich bei der Form, die zwar nach wie vor zweifelsfrei den Pajero erkennen lässt, aber in Richtung Moderne gestriegelt wurde. Über den Spoiler am Heck mag man geteilter Meinung sein, andere Details wie die endlich aus den Stoßfängern verbannten und komplett nach oben verlegten Leuchteneinheiten haben echten Praxis-Nutzen.

Unter der Haube hat sich einiges getan. Doch die überwiegende Mehrheit der Kunden wird wohl weiterhin zum Diesel greifen, obwohl mit dem 3,8-Liter-V6 aus dem Coupé Eclipse auch ein völlig neuer Benziner zur Verfügung steht. Der Selbstzünder hingegen basiert auf dem bisherigen Block, wurde mit neuem Kopf und mit Common-Rail-Einspritzung über die Euro4-Hürde gehievt — ein Partikelfilter ist gratis mit an Bord. Den Vierzylinder-Turbodiesel gibt es in zwei Leistungsstufen, je nach gewählter Getriebeart. Im Testwagen mit Handschaltung kommt er auf 160 PS und 381 Newtonmeter, in Kombination mit der Fünfgangautomatik liefert der Selbstzünder 170 PS und 373 Newtonmeter.Vergleicht man die Leistungsausbeute mit der Literleistung anderer Dieselmotoren aus dem Wettbewerb, wird schnell deutlich, dass der große Vierzylinder weiterhin das Lied spielt, das Geländewagenfahrer am liebsten hören: mit gemütlicher Brummbär-Charakteristik ohne plötzlich und hektisch einsetzende Leis tung, sondern mit linearem Kraftaufbau und viel verwertbarem Druck aus dem Keller.
Andernorts wurden alte Tugenden ebenfalls nicht vergessen: Obwohl mit neuen Ausstattungsoptionen bis hin zum DVD-Entertainment-Set oder dem Soundsystem mit Festplattenspeicher der Anschluss zu den europäischen Premium-Marken gehalten werden soll, hat Mitsu bishi die Stammkundschaft nicht aus den Augen verloren. Und die darf sich auch weiterhin — neben dem Selec-Trac von Jeep — übers funktionsreichste Allrad sys tem auf dem Markt freuen: abschaltbarer permanenter Allrad, Untersetzung sowie Sperre für das Verteiler getriebe.

Und Szenen applaus für die Wiederein füh rung der Hinter achsdifferen tial sperre, die dem Vorgängermodell abhanden gekommen war.Die neue Fahrwerkabstimmung konnte im Test nicht ganz überzeugen, der Pajero ist ein wenig unterdämpft: Heftiges Bremsnicken schon bei harmlosen Ampelstopps, leichtes Aufschaukeln im Slalom — da könnte noch etwas Feinarbeit nicht schaden. Hinsichtlich der Fahrleistungen machen schon die technischen Daten klar, dass man nicht auf unbotmäßige Raserei aus sein sollte. Wer ständig mit 200 Sachen über die Autobahn brennen möchte, ist mit M-Klasse und Co. besser bedient. Der Pajero lässt sich beim Spurten etwas mehr Zeit, als die Werksangaben versprechen. Auch die 4Wheel Fun-Verbrauchsmessung weist die Herstellerdaten als zu optimistisch aus.Sieht man vom etwas unhandlichen Radstand ab, ist der Pajero im Vergleich zu anderen Autos in dieser Preisklasse ein wahrer Kletterkünstler. Die Verschränkung ist zwar nur durchschnittlich — was aber die Hin ter­achssperre weitgehend kompensiert. Wer an deren Bedienung zweifelt, kann die Arbeit auch der Traktionskontrolle überlassen. Der relativ lange Hecküberhang wird recht gut kaschiert, weil er nach oben gezogen ist — selbst an steileren Abschnitten ergibt das ausreichend Bodenabstand. Die Gestaltung des Innenraums ist von der Qualität, wie sie den Pajero schon viele Jahre auszeichnet.
Trotz großer Kunststoffflächen wirkt das Ganze recht hochwertig und sauber verarbeitet, das bunte Styling der Instrumente indes ist etwas gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für die Vordersitze mit zu kleiner Sitzfläche und zu wenig Seitenhalt. Funktionalität gut, Bedienbarkeit nicht immer: Einige Schalter wie die Spiegelverstellung sind etwas schwer erreichbar untergebracht. Freilich nichts, über das man sich groß aufregen müsste — der Pajero bleibt seinem Charakter treu, hat durch die Überarbeitung aber spürbar an Komfort gewonnen. Ob man sich den vielen neuen Luxus gönnt, bleibt persönliche Entscheidungssache: Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl, wobei bereits die Basisversion Invite recht ansehn lich möbliert ist.

Fazit

Andere fahren schneller, bieten noch mehr Luxus oder windschlüpfigere Karosserieformen, können aber nicht dieses erdige Fahrgefühl vermitteln. Der Pajero bleibt ein reinrassiger Geländewagen mit bewährten Qualitäten — aber besserem Komfort.

Technische Daten
Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D
Grundpreis36.990 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4900 x 1875 x 1870 mm
KofferraumvolumenVDA663 bis 1789 L
Hubraum / Motor3200 cm³ / 4-Zylinder
Leistung118 kW / 160 PS (381 Nm)
Höchstgeschwindigkeit177 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h12,8 s
Verbrauch9,3 L/100 km
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