Es kommt selten vor, dass ein neues Modell schlechter ist als sein Vorgänger. Beim Toyota Landcruiser der achten Generation ist es aber der Fall. Das Problem: Die Bremsen des großen Geländewagens bauen unter Belastung stark ab. Schon kalt verzögern sie nur auf mittelprächtigem Niveau und bringen den Landcruiser aus 100 km/h erst nach 44 Metern zum Stehen. Erhitzt durch zehn Vollbremsungen und bis zum maximalen Gesamtgewicht beladen, werden daraus erschreckende 56 Meter.
Toyota sucht derzeit nach der Ursache für dieses Problem. Der Vorgänger - etwas leichter, aber auch mit Bremsscheiben von geringerem Durchmesser ausgestattet - kannte diese Schwäche nicht. Die Generationen sieben und acht haben dennoch vieles gemeinsam. Die Karosserie ruht wie bisher auf einem Leiterrahmen, und für Vortrieb sorgt weiterhin der permanente Allrad-Antrieb.
Technik grundlegend überarbeitet
Optisch trennen die beiden ebenfalls keine Welten, und doch ist die Technik grundlegend überarbeitet worden. Der Allrad-Antrieb wurde durch ein neues Torsen-Differenzial aufgewertet, das die Momente zwischen den Achsen variabel verteilt, falls der übliche Split (40:60) nicht optimal ist. An die Vorderachse können beispielsweise beim Beschleunigen auf rutschiger Fahrbahn maximal 50 Prozent geleitet werden, während die Hinterräder beim Bremsen mit maximal 70 Prozent des Antriebsmoments versorgt werden.
Toyota Landcruiser V8: Stop and No
Die achte Generation des Toyota Landcruiser betritt die Bühne - mit noch mehr Raum, Luxus und einem 4,5- Liter-V8-Diesel, aber auch mit starkem Bremsfading.
Autor: Christian Bangemann
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