Toyota Previa Linea Sol

Auch wenn man der zweiten Generation des Toyota Previa die innere Größe von außen deutlich ansieht - der Van erinnert beim Fahren selten an ein Dickschiff. Er ist komfortabel und lässt sich fast wie eine Limousine bewegen.

Seine Herkunft ist dem neuen Toyota Previa ins Gesicht geschrieben. Mit etwas Fantasie verschmelzen steile Motorhaube, dynamische Scheinwerfer sowie breite Lüftungsschlitze vor dem geistigen Auge zur Front des japanischen Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen. Die Optik ist ähnlich, die Aufgabe gleich: Beförderung von Mensch und Gut bequem und zügig. Man muss sich allerdings schon beim Kauf entscheiden, ob man den Previa als Kleinbus mit Sitzbänken oder als Van mit variablen Einzelsesseln nutzen will. Drei Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl, die sich in der Bestuhlung des Fondraums unterscheiden und sechs, sieben oder acht Personen Platz bieten: Linea Terra (zwei Dreier-Sitzbänke, 53 150 Mark), Linea Luna (eine Dreier-Sitzbank, zwei Einzelsitze, 54‑650 Mark) und Linea Sol (vier Einzelsitze, 57.150 Mark). Gegenüber dem kleineren Picnic und der asiatischen Konkurrenz liegt er damit schon preislich in gehobenen Regionen. Hyundai berechnet für den Trajet (136 PS) etwa 41 000 Mark, Mitsubishi für den Space Wagon (150 PS) rund 46 500 Mark. Im Vergleich zu euro-päischen Mitbewerbern ist der Toyota hingegen günstiger. Renaults Grand Espace mit 140 PS kostet 59 300 Mark, VW verlangt für den Sharan mit 150 PS bis zu 61.400 Mark. Zum Test tritt der Previa in der Topversion Linea Sol an, die auf sechs großzügigen Sesseln reichlich Komfort und Bewegungsfreiheit bietet. Die beiden Einzelsitze der mittleren Reihe können zusammengeklappt als praktischer Picknicktisch verwendet werden. Alle sechs Sessel sind in der Länge verschiebbar, die vier hinteren bei Bedarf mit wenigen Handgriffen schnell ausgebaut. Der an­schlie­ßende Einbau gestaltet sich allerdings hakelig, vor allem in schlecht beleuchteten Garagen: Bei der Suche nach der Einrastposition hilft das schwache Licht der kleinen Lämpchen im Dachhimmel wenig – es dringt nicht bis in den Fußraum vor. Dank der großzügigen Au-ßenabmessungen bleibt bereits bei voller Bestuhlung hinter der dritten Sitzreihe ein Ladevolumen von 495 Litern. Dieser Wert lässt sich durch Demontage einzelner Sitze nach Belieben steigern, bis die fast unendliche Weite von maximal 3250 Liter zur Verfügung steht. Noch mehr Kapazität (3300 Liter) bietet in dieser Klasse höchstens der Peugeot 806. Dagegen sind 542 Kilogramm Zuladung ein durchschnittlicher Wert, den schon manche Kombis wie der Renault Laguna überbieten.

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Marcus Peters

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