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Mercedes SLK 55 AMG - Tune Up Teil 2

Eine bessere Fahrdynamik im Visier

Mercedes SLK 55 AMG: Tune Up; Folge 1: Vom Komfort-Sportler zum Hardcorer 01 Foto: Herzog 18 Bilder

Für die zweite Folge unserer Serie Tune Up wurde der Mercedes SLK 55 AMG mit dem 5.220 Euro teuren Performance Package fahrdynamisch nachgewürzt.

15.10.2006 Jochen Übler Powered by

Zu große Hitze schadet der Performance von Mensch und auch Maschine. Hilft also nur noch eins: Die früh- morgendliche Pilgerfahrt nach Hockenheim, um den Ergebnissen der Umbaumaßnahmen der ersten Stufe unseres Tune Up für den Mercedes SLK 55 AMG näher auf den Zahn zu fühlen. Früher Vogel fängt eben den Wurm.

Straffere Abstimmung schadet dem Rückgrat nicht

Dabei deckt bereits die Anreise ins Badische unmissverständlich auf, an welchen Komponenten des Zweisitzers die Affalterbacher Spezialisten mit dem „Performance Package“ den Hebel ansetzen. Kurze Asphaltabsätze schlagen nun nämlich ein gutes Maß trockener ins Gebälk als noch im Urzustand. Was der soliden Steifigkeit des Hecktrieblers jedoch ebenso wenig anhaben kann wie dem Rückgrat des sportlich orientierten Piloten.

Dem überarbeiteten SLK ein mangelhaftes Komfortverständnis zu unterstellen, wäre dennoch vermessen. Obwohl die Zug- und Druckstufen an beiden Achsen um rund 20 Prozent straffer ausfallen und die Federraten an der Vorderachse um 28 Newton/mm erhöht wurden, leistet sich der modifizierte V8-Roadster keine Fehltritte – auch nicht bei noch so harten Brückenabsätzen.
Primär liefern die Eingriffe in die Fahrwerksstruktur den erfreulichen Aspekt, dass der Power-Schwabe jetzt deutlich präziser und spontaner den Vorgaben seines Lenkers folgt. Dieser greift mit Wonne in das mit schmeichelndem Alcantara-Leder bezogene Volant. Und um dem sportlicheren Ansinnen weiteren Nachschub zu verleihen, schimmern die Zierleisten am Instrumententräger nicht mehr in gebürstetem Aluminium, sondern glänzen in schwarzem Carbon.

Vorne wächst die Bremsscheibe

Äußerlich macht das edle Stück mit mehrteiligen Leichtmetallrädern im bekannten 18-Zoll-Format von sich reden. Und wer genau hinsieht, entlarvt an der Voderachse auch die im Zuge des Performance-Package von 340 auf 360 Millimeter angewachsenen Bremsscheiben. Dass sich dadurch die Verzögerung nennenswert verbessert, ist auf der Messgeraden in Hockenheim nicht festzustellen, jedoch ein deutlich harmonischeres Ansprechen der Bremse und eine feinfühligere Dosierbarkeit. Die sechs Kolben beißen wie eh und je auch nach der zehnten Verzögerung aus Tempo 100 noch gnadenlos zu. Zudem verbessert die größere Scheibe den Temperaturhaushalt der Bremse, was schlussendlich für eine höhere Dauerhaltbarkeit der aufgerüsteten Stopper spricht – und sie somit auch besser für den Einsatz auf der Rennstrecke qualifiziert.

Auf diesem Terrain gibt der „performte“ SLK 55 AMG dann auch tatsächlich eine bessere Figur ab. Zwar zeigt er sich nun nach dem präziseren Einlenken etwas mehr dem Untersteuern hingezogen. Andererseits geziemt sich der Umgang mit den 360 Pferden am Kurvenausgang angenehmer, weil der schnelle Übergang zum Übersteuern, den das Grundmodell noch hatte, aus den Genen entfernt wurde. Die harmonischere Gangart im Grenzbereich mündet auf dem Kleinen Kurs immerhin in einen Zeitvorteil von 0,5 Sekunden pro „Performance Package“. Das anvisierte Ziel – das der fahrdynamischen Nachschärfung des SLK 55 AMG – ist also ins Visier genommen.

Für den abschließenden Schuss ins Schwarze geht es dem Roadster im neu ins Leben gerufenen Performance Studio von AMG nochmal richtig an den Kragen: Leistung rein, Gewicht raus, Kohlefaser-Dach drauf – fundamentale Änderungen, die eine zweifellos hitzige Performance versprechen. Und die als technische Basis für ein neues Sondermodell gelten: den 400 PS starken SLK 55 AMG „Black Series“.

Technische Daten
Mercedes SLK 55 AMG
Grundpreis68.128 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4087 x 1794 x 1271 mm
KofferraumvolumenVDA300 L
Hubraum / Motor5439 cm³ / 8-Zylinder
Leistung265 kW / 360 PS (510 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h4,9 s
Verbrauch12,1 L/100 km
Testverbrauch14,4 L/100 km
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