Der V8 mit 4,4 Liter Hubraum passt auch vom Klang gut zum neuen Auto: Wenn er arbeiten muss, lässt er das zwar hören. Aber nie so, dass man die Lust verliert, ihn arbeiten zu lassen.
Er hängt gut am Gas, beschleunigt die fast 1,9 Tonnen schwere Limousine spontan und gibt erst auf, wenn die Nadel den Tachoendwert von 260 km/h schon fast erreicht hat. Beim Spurt von null auf 100 km/h bleibt er jedoch eine halbe Sekunde hinter der Werksangabe zurück. Die Automatik vom Zulieferer Continental Automotive Systems wechselt dabei feinfühlig zwischen den sechs Gängen und verstärkt den Eindruck, den der S80 auch sonst hinterlässt: Ein Audi A6 4.2 FSI Quattro mag sportlicher sein, der E 500 von Mercedes brachialer. Volvos Großer aber verwöhnt in erster Linie mit Komfort.
Mit der neuen Ford-Plattform ist der Volvo ungleich agiler unterwegs als der halsstarrige Vorgänger. Doch im Vergleich zu einem Fünfer-BMW wird klar: Ein Fahrdynamik-Wunder zu kreieren, war im Lastenheft der Schweden kein Muss.
Was sonst nicht sein muss?
Der fehlende Seitenhalt in den ansonsten bequemen Sitzen. Die geringe Rückmeldung der Lenkung, deren Servounterstützung unnötigerweise auch noch in drei Stufen zu variieren ist. Zudem dürften die Bremsen gerne wirkungsvoller sein. Zwar bleiben sie selbst nach der zehnten Vollbremsung standfest. Doch der Bremswert aus 100 km/h liegt, wenn der Volvo beladen ist, nahe an jenen 42 Metern, die gerade noch als "gut gelten. Ein Mercedes E 500 kommt drei Meter früher zum Stand.






