Volvo XC90 D5 im Test: Druck-Anstieg

Modellpflege für den Volvo XC90 D5. Vor allem der um 22 auf 185 PS erstarkte Dieselmotor macht neugierig auf die Begegnung mit dem neuen Jahrgang. Test.

Der D5 des Volvo XC90 gehörte bislang eher zum Mittelmaß im Diesel-Feld. Vor allem beim Anfahren traf ein Turboloch mit den Ausmaßen eines Kraters auf 2,2 Tonnen Leergewicht – eine wenig dynamische Liaison. Mit dem Jahrgang 2006 soll nun alles besser werden.

22 zusätzliche Pferdestärken und 60 Newtonmeter Drehmoment obendrauf – 400 sind es im Maximum – ermöglichen nun jene Vehemenz beim Beschleunigen, die wir als dieseladäquat abgespeichert haben. Vor allem spricht der Reihen-Fünfzylinder aber spontaner an. Das große Turboloch schrumpft zu einer kleinen Delle im Drehmomentverlauf. Geblieben ist die knurrige Aussprache des Reihenmotors. Sein Durchschnittsverbrauch von 11,1 L/100 km geht, gemessen an Fahrleistungen und Gewicht, in Ordnung.

Aber nicht nur der Motor ist neu, überarbeitet wurde auch der Antrieb. Instant Traction nennt Volvo das geänderte Haldex-System, das die Momente zwischen den Achsen verteilt. Unter normalen Umständen spürt man von Instant Traction nichts. Erst wenn der Untergrund wenig Grip bietet, ist eine Veränderung zum Vormodell erfahrbar.

Mehr Grip hat der Neue also, und er fährt auch besser an, sonst ändert sich nichts Wesentliches zum Vormodell, was kein Nachteil ist. Insgesamt addieren sich bequeme Sitze und weich federndes Fahrwerk jedoch zu einem gelungenen Komfort, der lange Urlaubsfahrten sehr angenehm macht. Der tägliche Weg durch den Stadtverkehr ist dagegen nicht die Stärke des Volvo XC90, denn mit seinem großen Wendekreis und der Unübersichtlichkeit nach hinten kommt dort wenig Freude auf.

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Christian Bangemann

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