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Winterreifen-Test im Format 225/40 R18 V 2012

Fit in den Winter mit 18-Zöllern

Mercedes C 63 AMG, Schneelandschaft Foto: Reinhard Schmid 14 Bilder

Acht hochkarätige Winterreifen stellen sich auf einem Mercedes C63 AMG Coupé den harten Herausforderungen des diesjährigen Winterreifentests. In der Dimension 225/40 R18 V müssen sie sich bei den Trockentests, den Prüfungen bei Nässe und den Anforderungen im Schnee beweisen.

29.10.2012 Jochen Übler Powered by

Wie wäre es mit Finnisch für Anfänger? Traktori wäre da ein durchaus einprägsames sowie hilfreiches Wort für Beginner. Denn bei Traktori erschließt sich die Bedeutung zum einen ausnahmsweise aus der klanglichen Färbung. Und im schneereichen Norden, vor allem im Rahmen eines Winterreifentests, hilft der Funkruf „Traktori“ zudem schnell und zuverlässig.

Power-Coupé bringt Reifen in den Grenzbereich

Dann stampft jener angeforderte Traktor auf dem weitreichenden Testgelände heran und bringt das Mercedes C63 AMG Coupé wieder auf den selektiven Handlingkurs zurück. Kurz zuvor hat es sich nachhaltig in die weiche, weiße Pracht gebohrt, aus Mangel an Traktion, Bremsweg und Seitenführung des Hankook Winter Icept Evo.

Test auf schneebedecktem Terrain

Dass es mit 457 PS im Kreuz auch im Winter deutlich besser und sicherer vorangeht, zeigt ganz plakativ der Continental TS 830 P Winterreifen, der im Test auf schneebedecktem Terrain hervorragende Leistungen abliefert und dabei 99 von 100 möglichen Punkte auf seinem Konto sammelt. Der Goodyear Ultragrip 8, der Nokian WR A3 und der Pirelli Sottozero III stehen dem Conti zwar nicht viel nach, subjektiv wirken der Pirelli und der Nokian jedoch etwas unharmonischer.
 
Dass der Sottozero in der Endwertung des Winterreifentests mit der Spitze des Feldes nicht mehr mithalten kann, liegt weniger an seinen durchschnittlichen Leistungen bei Trockenheit, was bei einem Winterreifen sicherlich noch zu verzeihen wäre. Aber auch bei nasser Fahrbahn fehlt es dem Sottozero III tendenziell an Grip und vor allem Aquaplaningleistung. Ähnlich schwach geben sich hier dann der Nokian und vor allem der Toyo Snowprox S 953. Der Nokian kommt ebenfalls im Aquaplaningbecken ins Rudern. Der Toyo rutscht hingegen beim Bremsen ab und verzögert deutlich schwächer als der Rest des Feldes, wechselt dann beim Handling im Grenzbereich latent zwischen Unter- und Übersteuern hin und her.

Handling bei Nässe im Winterreifentest

Ganz anders verhält sich hingegen der Conti bei Nässe im Winterreifentest. Er gibt sich beim Handling ausgewogen und ruhig, auch wenn es bezüglich der Rundenzeit noch Schnellere gibt. Den Goodyear zum Beispiel, der durch sein harmonisches Fahrverhalten nur knapp hinter dem Conti rangiert. Auch der Dunlop SP Winter Sport 4D gehört bei Nässe mit zu den Könnern, wenngleich er im Grenzbereich ausgeprägter auf Lastwechsel reagiert und sich etwas zackiger verhält.
 
Der Vierte im Bunde, der die Nasskriterien tatsächlich auf den Punkt genau ebenfalls mit 91 Zählern den Winterreifentest absolviert, ist der Michelin Pilot Alpin PA 4. Ihn zeichnen kurze Bremswege und ein hohes Gripniveau aus. Die Lenkpräzision ist ebenso hervorragend, nur das Fahrverhalten ist sehr lebendig. Der Hankook ist ebenfalls keiner der leicht beherrschbaren Sorte. Lastwechsel sind bei ihm an der Tagesordnung, und die werden dann auch meist relativ zackig vorgetragen.

Rundenzeiten bei Trockenheit

Als zackig ist der Hankook auch bei Trockenheit einzustufen. Und das bedeutet dann schnelle Rundenzeiten und ein präzises Fahrverhalten. Bei Winterreifen zählt aber eben Vielseitigkeit, so, wie sie der Continental bietet – bei Trockenheit gut, bei Nässe sehr gut und in einer Instanz sogar hervorragend: auf Lumi, nämlich auf Schnee.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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