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Winterreifentest 2008

6 Reifen im Format 245/40 R18 V

Foto: Frank Herzog 43 Bilder

Mit der weißen Pracht ist nicht verlässlich zu rechnen. Wenn sie aber kommt, empfiehlt es sich, dafür optimal gewappnet zu sein. Welche Winterreifen in der Dimension 245/40-18 dafür am besten taugen, zeigt ein ausführlicher Vergleich sechs unterschiedlicher Fabrikate auf einem Audi TT 3.2 Quattro.

15.08.2009 Jochen Übler Powered by

Es scheint von langer Hand geplant gewesen zu sein: Ein dunkelblauer Audi TT 3.2 Quattro für die Winterversuche im eisigen Schweden - weil sich Blau auf Weiß äußerst fotogen abhebt. Und ein technisch identisches, jedoch gelbes Exemplar für die in Frankreich stattfindenden Fahrversuche bei Nässe und Trockenheit, um sich optisch entsprechend vom tristen grauen Asphalt abzusetzen. Bleiben wir bei der Wahrheit: Das blaue Testobjekt hat auf dem winterlichen, rutschigen Geläuf optisch ein klein wenig gelitten.

Schlecht ist keiner - Unterschiede finden sich dennoch

Was beweist, dass Reifentests am Limit und zeitweise sogar etwas darüber stattfinden. Wie auch sonst sollen sich die Stärken und Schwächen der sechs Testkandidaten in der Größe 245/40-18 mit Geschwindigkeitssymbol V - also freigegeben bis 240 km/h - auch auf Herz und Nieren herausarbeiten lassen? Schließlich gehören alle Vergleichsprodukte dem Premiumsegment an. Ein wirklich schlechter Reifen ist in diesem Reigen nicht zu finden. Wohl aber deutliche Unterschiede in der Wesensart der zum Test angetretenen Winterreifen: Continental WinterContact TS 810 Sport, Dunlop SP Winter Sport 3D, Michelin Pilot Alpin 3, Vredestein Wintrac Xtreme und die beiden Weiterentwicklungen Goodyear UltraGrip Performance 2 sowie Pirelli Winter 240 Sottozero Serie II.

Was die Handlingwertung auf schneebedeckter Piste betrifft, also dem Zeitfahren auf einem selektiven, 1,1 Kilometer langen Rundkurs, schlagen sich zunächst beide Evolutionsmodelle absolut bravourös. Obwohl der Vredestein in dieser Disziplin den Ton angibt, knapp gefolgt von Conti und Dunlop. Nur der Michelin lässt sich in diesem Sextett deutlich mehr Zeit bei der Rundenhatz. Im Vergleich zum Vredestein fehlen dem Franzosen sogar 1,8 Sekunden. Ein für den Pilot Alpin 3 unterm Strich exemplarischer Auftritt. Denn die weiße Pracht ist nicht gerade sein bevorzugtes Terrain. Daran lässt der Michelin auch bei der Traktions- sowie bei der Bremsmessung auf Schnee keine allzu großen Zweifel aufkommen. Er verhält sich im Grenzbereich aber keineswegs heikel, sondern kündigt das Ende seines Haftbereichs mit einem Untersteuern an. Wo seine tatsächlichen Stärken liegen, wird der weitere Testverlauf noch zeigen.

Auf dem winterlichen Geläuf jedenfalls liefern sich der Dunlop SP Winter Sport 3D und der Goodyear UltraGrip Performance 2 ein hartes Duell um die Krone in dieser Disziplin. Der letztlich hauchdünne Vorsprung des Goodyear resultiert im etwas präziseren Grenzbereich und den leicht besseren Traktionswerten. Dass sich beide mit einem ausgesprochen neutralen und verlässlichen Fahrverhalten präsentieren, macht sie für die weiße Pracht schließlich zur ersten Wahl. Nach dem Spitzenduett reihen sich der Vredestein und der Pirelli in die Schnee-Rangliste ein. Letzterer zieht sich bei den Objektivmessungen ausgesprochen gut aus der Affäre.

Beim Fahrverhalten verlangt die überarbeitete Variante des Sottozero jedoch eine kundige Hand am Volant. Zumindest auf dem allradgetriebenen TT sind die sodann schnell vorgetragenen Lastwechselreaktionen des Italieners offenkundig. Damit steht der Pirelli jedoch nicht allein da. Auch mit dem Continental WinterContact TS 810 Sport - der als Einziger mit dem Speedindex W an den Start geht -, zeigt das Heck des Audi eine ausgeprägte Lebhaftigkeit. Allerdings kündigt sich das tendenzielle Übersteuern in diesem Fall sanfter und schlussendlich beherrschbarer an.

Was die Handlingwertung auf schneebedeckter Piste betrifft, also dem Zeitfahren auf einem selektiven, 1,1 Kilometer langen Rundkurs, schlagen sich zunächst beide Evolutionsmodelle absolut bravourös. Obwohl der Vredestein in dieser Disziplin den Ton angibt, knapp gefolgt von Conti und Dunlop. Nur der Michelin lässt sich in diesem Sextett deutlich mehr Zeit bei der Rundenhatz. Im Vergleich zum Vredestein fehlen dem Franzosen sogar 1,8 Sekunden. Ein für den Pilot Alpin 3 unterm Strich exemplarischer Auftritt. Denn die weiße Pracht ist nicht gerade sein bevorzugtes Terrain. Daran lässt der Michelin auch bei der Traktions- sowie bei der Bremsmessung auf Schnee keine allzu großen Zweifel aufkommen. Er verhält sich im Grenzbereich aber keineswegs heikel, sondern kündigt das Ende seines Haftbereichs mit einem Untersteuern an. Wo seine tatsächlichen Stärken liegen, wird der weitere Testverlauf noch zeigen.

Auf dem winterlichen Geläuf jedenfalls liefern sich der Dunlop SP Winter Sport 3D und der Goodyear UltraGrip Performance 2 ein hartes Duell um die Krone in dieser Disziplin. Der letztlich hauchdünne Vorsprung des Goodyear resultiert im etwas präziseren Grenzbereich und den leicht besseren Traktionswerten. Dass sich beide mit einem ausgesprochen neutralen und verlässlichen Fahrverhalten präsentieren, macht sie für die weiße Pracht schließlich zur ersten Wahl. Nach dem Spitzenduett reihen sich der Vredestein und der Pirelli in die Schnee-Rangliste ein. Letzterer zieht sich bei den Objektivmessungen ausgesprochen gut aus der Affäre.

Beim Fahrverhalten verlangt die überarbeitete Variante des Sottozero jedoch eine kundige Hand am Volant. Zumindest auf dem allradgetriebenen TT sind die sodann schnell vorgetragenen Lastwechselreaktionen des Italieners offenkundig. Damit steht der Pirelli jedoch nicht allein da. Auch mit dem Continental WinterContact TS 810 Sport - der als Einziger mit dem Speedindex W an den Start geht -, zeigt das Heck des Audi eine ausgeprägte Lebhaftigkeit. Allerdings kündigt sich das tendenzielle Übersteuern in diesem Fall sanfter und schlussendlich beherrschbarer an.

Die wahre Stunde des Pilot Alpin 3 schlägt bei Trockenheit. Mit geringen Schräglaufwinkeln und einem sicheren Fahrverhalten weiß der Franzose zu punkten. Die Verzögerungsleistung bei Trockenheit liegt unter den sechs angetretenen Kandidaten im oberen Drittel. Am besten verzögert der Vredestein, der auf trockenem Untergrund aber ansonsten ein ziemlich teigiges Gefühl hinterlässt. Die Lenkung vermittelt keinen exakt definierten Fahrbahnkontakt. Und das Ende des mäßigen Gripniveaus zeigt sich extrem früh sowie in Form eines stumpfen Untersteuerns.

Der Continental bietet eine deutlich präzisere Gangart. Was das Gripniveau betrifft, rangiert der TS 810 Sport ebenfalls auf einem deutlich höheren Niveau. Lastwechselreaktionen werden mit dem Conti ebenfalls nicht zum Thema. Und mit seiner Bremsleistung markiert er nun immerhin Platz zwei. Rang eins bei den Trockenübungen gebührt dem Pirelli Sottozero II. Jene hervorragende Präzision in der Lenkung sowie das grundsätzlich hohe Gripniveau kann auch der Michelin nicht bieten. Agiler als mit dem Pirelli lässt sich der Audi TT nicht bewegen. In Summe - und dabei liegt die Hauptgewichtung auf den Schnee- und Nässe-Kriterien - gibt es ein eindeutiges Spitzenduo, das auch noch einem Konzern entstammt: der Dunlop SP Winter Sport 3D und der Goodyear UltraGrip Performance 2.

Letzterer generiert seinen hauchdünnen Punktevorsprung durch seine etwas ausgeglichenere Fahrdynamik bei Trockenheit. Zwar lassen der Goodyear wie auch der Dunlop die meisten Mitbewerber auf trockener Fahrbahn ziehen. Bei Nässe und auch bei Schnee rangieren beide jedoch äußerst nahe am Maximum von 100 möglichen Punkten.

Goodyear UltraGrip Performance 2

Stärken: Sehr hohes Gripniveau bei Nässe und Schnee, exaktes und sicheres Fahrverhalten. Gute Lenkpräzision, hervorragende Aquaplaningeigenschaften

Schwächen: Mäßige Verzögerungsleistung bei Trockenheit

Dunlop SP Winter Sport 3D

Stärken: Hervorragender Grip bei nasser und schneebedeckter Fahrbahn. Sehr ausgewogenes Fahrverhalten und äußerst exaktes Lenkgefühl bei Nässe

Schwächen: Mittelmäßiges Aquaplaningverhalten. Niedriges Gripniveau bei Trockenheit

Continental Winter Contact TS 810 Sport

Stärken: Sehr ausgewogene Leistungen über alle Disziplinen hinweg. Grundsätzlich hohes Griplevel bei Nässe. Durchweg gute Verzögerungsleistungen

Schwächen: Abrupter Gripverlust bei Nässe, Lastwechselreaktionen bei Schnee

Pirelli W 240 Sottozero II

Stärken: Äußerst exaktes Lenkgefühl und sehr gute Fahrstabilität bei Trockenheit. Sehr gute Traktion bei Schnee

Schwächen: Niedriges Gripniveau bei Nässe und sehr diffi ziles Fahrverhalten. Mäßige Aquaplaningleistung

Vredestein Wintrac Xtreme

Stärken: Überzeugende Leistungen bei Schnee mit einem ausgewogenen Fahrverhalten und gutem Gripniveau. Gute Bremsleistung bei Trockenheit

Schwächen: Mäßiger Grip sowie unexaktes Fahrverhalten bei Nässe und Trockenheit

Michelin Pilot Alpin 3

Stärken: Sehr gute und exakte Handlingeigenschaften bei Trockenheit. Gute Aquaplaningleistung

Schwächen: Sehr geringe Hafteigenschaften bei Nässe und zudem niedriges Gripniveau auf Schnee

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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