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Esteban Gutierrez

Esteban Gutierrez ist ein mexikanischer Formel 1-Pilot, der seit 2016 für Haas F1 an den Start geht. Im Porträt erfahren Sie mehr über den sympathischen Mann aus Monterrey.

Esteban Gutiérrez hat lange auf den Sprung in die Formel 1 warten müssen. Der Mexikaner begann seine Karriere im Kartsport, wurde 2007 Zweiter der amerikanischen Formel BMW, ehe er ein Jahr später die europäische Formel BMW für sich entschied. Über die Formel-3-Euroserie stieg er 2010 in die GP3-Meisterschaft auf, die er mit 5 Siegen souverän gewann.

Es folgten 2 Jahre in der GP2. 2012 siegte Gutiérrez 3 Mal und beendete die Meisterschaft auf Rang 3. Bereits 2009 hatte er erstmals Gelegenheit, für das damalige BMW Sauber F1 Team zu testen. In den folgenden Jahren kamen weitere Einsätze hinzu - unter anderem beim Young Drivers Day in Abu Dhabi.

Das Sauber-Team lernte den jungen Gutiérrez bereits 2008 kennen. Er fuhr damals eine herausragende Saison in der Formel BMW Europa, für die er mit einem Formel-1-Test belohnt wurde, der Ende 2009 in Jerez stattfand. Der Mexikaner machte seine Arbeit gut. Für 2010 nahm ihn Sauber deshalb als "affiliated driver" unter seine Fittiche.

Sauber begleitet Karriere von Gutiérrez

Das Programm passte: Gutiérrez war aufgrund der GP3-Rennen bei den Europaläufen der Formel 1 vor Ort. So hatte er oft die Möglichkeit, in der Formel-1-Garage den Funk mitzuhören oder an technischen Meetings teilzunehmen. Er wuchs ins Team hinein. Teamchefin Monisha Kaltenborn unterstützte den Mexikaner, wo es nur ging: "Esteban gehört schon lange zum Team, entsprechend intensiv haben wir seine Karriere verfolgt."

Häufig an der Rennstrecke dabei: Vater Roberto Manuel Gutiérrez Muguerza und Mutter Clara. Insgesamt haben die beiden 6 Kinder. Esteban hat noch 4 Brüder und eine Schwester, er ist der Zweitjüngste. Angesichts einer solchen Kinderschar können sich Eltern nicht zum Chauffeur machen.

So war es praktisch, dass Gutierrez Jr. das Hobby Kartfahren gleichzeitig mit seinem um 7 Jahre älteren Bruder Andres entdeckte. Für den großen Bruder ist es allerdings beim Hobby geblieben. Er arbeitet mit im väterlichen Unternehmen, zu dem eine Supermarktkette, ein Großhandel für die Märkte und ein Stahlunternehmen gehören.

"Wir haben als Kinder immer viel unternommen und hatten auch diverse Spielzeuge", erinnert sich Esteban Gutiérrez, "als ich dann unbedingt auch noch ein Kart wollte, war mein Vater erst gar nicht dafür. Zum Glück hatte mein Cousin schon ein Go-Kart, das hat die Diskussion etwas leichter gemacht."

Gutierrez mit Telmex-Unterstützung

Nach dem Einstieg in den Kartsport 2004 nahm seine Laufbahn rasch Fahrt auf. Als 13-Jähriger begann er, Rennen zu fahren, mit 15 saß er schon im Monoposto, mit 16 startete er erstmals in Europa. Auch dank finanzieller Hilfe von Mexikos Mobiltelefon-Gigant Telmex konnte sich Gutierrez langsam auf das Formel 1-Abenteuer vorbereiten.

Mit Nico Hülkenberg bekam Gutierrez für seine erste Saison gleich einen starken Teamkollegen. Vor allem im Qualifying wurde der Unterschied sichtbar. Mit 1:18 unterlag der Rookie deutlich. Im Rennen war der Speed-Unterschied nicht mehr so gravierend. Doch Schwächen im Zweikampf und Unkonzentriertheiten durchkreuzten öfter gute Platzierungen. Am Ende des ersten Jahres standen nur 6 WM-Punkte und Platz 16 in der Fahrerwertung.

Trotz des enttäuschenden Auftakts in die Formel 1-Karriere schenkte Sauber dem jungen Mexikaner auch 2014 das Vertrauen. Mit Adrian Sutil bekam er einen neuen Teamkollegen zur Seite gestellt. Doch richtig Schwung nahm die Karriere nicht auf. Wegen des nicht konkurrenzfähigen Autos blieben beide Piloten die komplette Saison über punktlos. Als dann auch noch der Strom an Sponsorengelder aus dem Land der Azteken versiegte, beendete Sauber die Zusammenarbeit.

Gutierrez musste sich einen neuen Arbeitsplatz suchen und wurde bei Ferrari fündig. Die Italiener stellten den Südamerikaner als Testfahrer ein. In Maranello konnte der Youngster eine Saison lang von Sebastian Vettel lernen. Parallel tat Gutierrez alles, um wieder ein Stammcockpit zu bekommen. Dank der engen Verbindung von Haas F1 zu Ferrari kam der Youngster schließlich beim neuen Team aus den USA unter. An der Seite von Romain Grosjean muss er 2016 Entwicklungsarbeit leisten.

(Stand: 01/2016)

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