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400 km/h im Bugatti Veyron

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Es hat lange gedauert, aber Bugatti hat am Ende doch Wort gehalten. auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann knackte im 1.001 PS starken Übersportler Veyron 16.4 die magische 400-km/h-Marke. Ein Trip mit ganz neuen Erfahrungen.

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Überschläge von Le Mans-Rennern der Konkurrenz kommentierte der damalige VWKonzernchef Ferdinand Piëch 1999 trocken: "Das wäre mir nicht passiert. Wir haben erst unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Ehra-Lessien geprobt." Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Da waren nicht meine besten Fahrer im Einsatz."

Jetzt sitze ich am Steuer eines ganz anderen Sportwagens aus der Ära Piëch auf der VW-Teststrecke - eine Parallele? Der Bugatti 16.4 Veyron ist 1.001 PS stark und über 400 km/h schnell - schneller als alle Le Mans und alle Formel 1-Renner der Gegenwart. Grenzregionen sind nicht ganz ohne Gefahr. Achttausender ohne Sauerstoff beispielsweise oder Tempo 400 ohne Leitplanken.

Tempo 400 entspricht 111 Meter pro Sekunde

Dafür gibt es in Ehra-Lessien an vielen Stellen Böschungen, die in einem soliden Baumbestand enden. Tempo 400 entspricht 111 Meter pro Sekunde. Die Luft ist stickig. Die Piste noch regennass. Die Bugatti-Crew fürchtet weiteren Regen und mahnt zur Eile. Die kleinen Pfützen sollte man meiden, aber die Flügeleinstellung von zwei Grad und 40 bis 50 Kilogramm Abtrieb an der Hinterachse des Veyron sollten auch bei feuchter Piste für einen guten Geradeauslauf sorgen.

Die Ehra-Lessien-Piste ist gespickt mit zwei Steilkurven. Da geht es problemlos mit 220 km/h durch. Dann wird beschleunigt. Mit Brachialgewalt. Sekundenbruchteile vergehen bis Tempo 300 km/h. Es folgt eine leichte Linkskurve - Tempo 380, und im Rückspiegel baut sich eine gewaltige Gischtfontäne auf.

Aber der Bugatti zieht spurtreu seine Bahn. Ruhiger als der Pilot, der im Hinterkopf die Aussage von Chef- Techniker Wolfgang Schreiber abgespeichert hat: "Oberhalb von 350 km/h gibt es Dinge, die man einfach nicht kennt." Damit meinte der Ingenieur keine fahrerischen Überraschungen, sondern eher technische. Beispielsweise die Gummimanschetten an den Gelenkwellen.

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Autor: Bernd Ostmann
Justacardriver | 23.07.2009, 09:59 Uhr

Von "gebastelt" kann ja hier nicht wirklich die Rede sein, wenn man bedenkt, wie aufwändig es ist, ein Fahrzeug für 400km/h herzustellen.
Daseinsberechtigung hat dieses Fahrzeug alleweil, zumal es nicht wie ein Polo an jeden x-beliebigen verkauft wird, sondern nur in äusserst geringen Stückzahlen produziert wird. Des weiteren ist es so hochkomplex, weil der Fahrer damit nach Hause fahren kann und auch exakt dorthin wo er will, ein ICE schafft eine 320 km/h, aber da steige ich ein und fahre auf schienen, nicht selber...

Das Design ist natürlich Ansichtssache, aber einen VW Corrado sehe ich persönlich nicht wirklich... und ich habe noch nie jemanden gehört, der den Veyron mit einem Corrado vergleicht... rein vom Design her...

Verlieren wir uns nicht in Disussionen. Die einen akzeptieren ein solches Fahrzeug und finden es toll, dass die Technologie das bieten kann, andere finden es schwachsinn... auch ok.

Wolfgang Schatz | 11.06.2009, 00:13 Uhr

Sehr geehrte auto, motor & sport-redaktion,

mag der (VW-)Bugatti noch so leistungsfähig sein, sein Design erinnert nach wie vor an einen platt gedrückten VW Corrado, dem ein anderer Grill aufgepflanzt wurde.
Und falls Sie einmal einen wirklichen, nicht zusammengebastelteten 16-Zylinder-Motor mit 1.900 PS erleben wollen, fahren Sie doch einmal an die Bahnlinie Burghausen-Mühldorf. Dort werden Ihnen die Ohren übergehen.

Viele Grüße

Wolfgang Schatz

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