Alfa 8C im Fahrbericht: Molto Gene

Chassis, V8-Motor und sequenzielles Getriebe vom Konzernbruder Maserati, Design, Abstimmung und Passion von Alfa Romeo: So entstand der 450 PS starke, auf insgesamt 500 Stück limitierte Sportwagen-Traum Es werden harte blaue Briefe für solvente Alfisti. 129 glühende Scudetto-Anhänger in Deutschland finden bald ein Schreiben in ihrem Briefkasten, das ihrem Wunsch, einen Alfa Romeo 8C (sprich Otto Tschi) Competizione zu besitzen, eine Absage erteilt. Stillstand für das Cuore sportivo.

Ausgewählt und gezeichnet vom Vorstand. Nein, es gibt keine Gnade. Nur 500 Alfa 8C werden gebaut, basta. Nur 81 davon gehen nach Deutschland zum Grundpreis von rund 160 000 Euro. Und diese 81 Kunden, vier davon Frauen, haben ihn blind gekauft, ohne Probefahrt oder Blech- Streicheleinheiten.

Ein Buch, vier Lack- und Lederproben sowie ein Modell, überreicht von einem Markenbotschafter, mussten reichen. Was wäre passiert, hätten die Interessenten den Alfa 8C mal fahren oder auch nur hören dürfen? Im Adagio des Standgases brabbelt der V8 vor sich hin.

Noch klingt alles zahm, und nur eine gehaltvoll gurgelnde Basskomponente deutet darauf hin, dass der von Maserati entlehnte 4,7-Liter-Motor des Alfa 8C aus einem halben Liter mehr Volumen als das Original schöpft. Auf den ersten Gasstoß hin wirft der Frontmittelmotor (endet vor der Vorderachse) seine Zurückhaltung von sich und brüllt mit Inbrunst den Auto- Freaks wohlige Schauer über den Nacken.

Laut und wild: Der Alfa 8C mit italienischem Temperament

Schmutzig, wild, sexy, mit jener Lässigkeit und Eleganz im Verbrennungston, die italienische Supersportwagen so begehrenswert macht – als hätten sich Gianna Nannini und Pavarotti zu einem Auspuff gepaart. Seufzend konstatiert der berührte Hörer, dass dieser geschmeidige Kurvenstar aus dem Centro Stile und der Feder des Deutschen Wolfgang Egger nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch genauso klingt.

Da wird dem Nachbarn vor Schreck doch glatt das Schnitzel auf die Salzkartoffeln fallen. Dabei hat das Konzert noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht. Das Allegro fehlt noch, das beschwingte Kammer- Rockkonzert für die beiden Insassen, die sich in den karbonfaserverstärkten und recht dünn gepolsterten Ledersitzen auf 98-prozentigen Seitenhalt verlassen dürfen.

Wie überhaupt das Interieur all jene Lügen straft, die behaupten, Alfa Romeo könne nur schön, aber nicht gut verarbeitet. Wie Skulpturen sitzen beim Alfa 8C die aus massiven Aluminium-Blöcken gefrästen Blenden zwischen den kohlefaserverstärkten Verkleidungen im Armaturenbrett.

Ebenso penibel aluverzierte Uhren sowie Dreh- und Kippschalter strahlen eine Solidität, Stilsicherheit und Präzision aus, wie man sie sonst nur aus dem Vallée de Joux kennt. Gegen Aufpreis füllen passende Lederkoffer den Freiraum hinter den Sitzen und das Kofferräumchen unter der Heckklappe. Geht doch, Alfa.

Der Alfa 8C ist schon ausverkauft

Es werden harte blaue Briefe für solvente Alfisti. 129 glühende Scudetto-Anhänger in Deutschland finden bald ein Schreiben in ihrem Briefkasten, das ihrem Wunsch, einen Alfa Romeo 8C (sprich Otto Tschi) Competizione zu besitzen, eine Absage erteilt. Stillstand für das Cuore sportivo.

Ausgewählt und gezeichnet vom Vorstand. Nein, es gibt keine Gnade. Nur 500 Alfa 8C werden gebaut, basta. Nur 81 davon gehen nach Deutschland zum Grundpreis von rund 160 000 Euro. Und diese 81 Kunden, vier davon Frauen, haben ihn blind gekauft, ohne Probefahrt oder Blech- Streicheleinheiten.

Ein Buch, vier Lack- und Lederproben sowie ein Modell, überreicht von einem Markenbotschafter, mussten reichen. Was wäre passiert, hätten die Interessenten den Alfa 8C mal fahren oder auch nur hören dürfen? Im Adagio des Standgases brabbelt der V8 vor sich hin.

Noch klingt alles zahm, und nur eine gehaltvoll gurgelnde Basskomponente deutet darauf hin, dass der von Maserati entlehnte 4,7-Liter-Motor des Alfa 8C aus einem halben Liter mehr Volumen als das Original schöpft. Auf den ersten Gasstoß hin wirft der Frontmittelmotor (endet vor der Vorderachse) seine Zurückhaltung von sich und brüllt mit Inbrunst den Auto- Freaks wohlige Schauer über den Nacken.

Stilikone von Wolfgang Egger

Schmutzig, wild, sexy, mit jener Lässigkeit und Eleganz im Verbrennungston, die italienische Supersportwagen so begehrenswert macht – als hätten sich Gianna Nannini und Pavarotti zu einem Auspuff gepaart. Seufzend konstatiert der berührte Hörer, dass dieser geschmeidige Kurvenstar aus dem Centro Stile und der Feder des Deutschen Wolfgang Egger nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch genauso klingt.

Da wird dem Nachbarn vor Schreck doch glatt das Schnitzel auf die Salzkartoffeln fallen. Dabei hat das Konzert noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht. Das Allegro fehlt noch, das beschwingte Kammer- Rockkonzert für die beiden Insassen, die sich in den karbonfaserverstärkten und recht dünn gepolsterten Ledersitzen auf 98-prozentigen Seitenhalt verlassen dürfen.

Alfa 8C ist nicht nur schön sondern auch gut verarbeitet

Wie überhaupt das Interieur all jene Lügen straft, die behaupten, Alfa Romeo könne nur schön, aber nicht gut verarbeitet. Wie Skulpturen sitzen beim Alfa 8C die aus massiven Aluminium-Blöcken gefrästen Blenden zwischen den kohlefaserverstärkten Verkleidungen im Armaturenbrett.

Ebenso penibel aluverzierte Uhren sowie Dreh- und Kippschalter strahlen eine Solidität, Stilsicherheit und Präzision aus, wie man sie sonst nur aus dem Vallée de Joux kennt. Gegen Aufpreis füllen passende Lederkoffer den Freiraum hinter den Sitzen und das Kofferräumchen unter der Heckklappe. Geht doch, Alfa.
 

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