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Alfa Romeo | Mini
Die jüngsten Zulassungszahlen haben es gezeigt: Kleinwagen sind in Deutschland groß im Kommen; besonders jene, die mehr als ein reines Transportmittel sein wollen. So verzeichneten die schicken, nicht gerade preiswerten Lifestyle-Zwerge Smart Fortwo und Mini für das erste Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr gut 50- beziehungsweise 20-prozentige Zuwächse. Auch adrette Neuheiten wie die Knutschkugel Fiat 500 sind heiß begehrt: Ihr gelang im Juni bereits der Sprung in die Top 50, wo sie sich frech vor den Renault Twingo quetschte.
Da kommt der etwas größere und deutlich teurere Alfa Romeo Mito gerade zur rechten Zeit und verschafft dem Fiat-Konzern ein zweites Standbein bei den individuell gestylten Kleinwagen. Er trifft dabei auf einen etablierten Konkurrenten aus England, der schon sieben Jahre - seit 2006 in optisch und technisch überarbeiteter Form - den Gigolo spielt und vor allem Frauen verführt. Ob der neue kleine Alfa diesem angenehmen Job gewachsen ist, soll ein Vergleich der beiden Rivalen klären. Eines steht dabei von Anfang an fest: Die Typen sind so verschieden wie Fish & Chips und Spaghetti Napoli. Und das ist gut so.
Würfelförmiger Mini gegen Kulleraugen-Mito
In seinem formalen und technischen Konzept entspricht der um 36 Zentimeter kürzere Mini den klaren Two-Box-Proportionen seines revolutionären Vorgängers. Kurze Überhänge, die steil stehende Front- und Heckscheibe sowie die kurze Knuddelschnauze unterstreichen den Effekt. Der würfelförmige Mini besitzt ein etabliertes Format. Ganz anders der Mito. Sein coupéartig durch die breite C-Säule in den Wagenkörper integriertes Dach wirkt dynamisch, was von der wuchtigen Frontpartie mit ihrer spitz auf das Scudetto zulaufenden Nase nur schwer behauptet werden kann.
Trotzdem kommt einem der Mito bekannt vor, obwohl Alfa Romeo im Segment der Kleinwagen bisher nie vertreten war: Formal ist der Mito eine Schrumpfversion des Supersportlers 8C Competizione - von der Adlernase über die vorderen Kühlluftschächte bis zu den kreisrunden Rücklichtern. So viel charmante Tollkühnheit im Design sucht auch in Italien seinesgleichen und macht den Mito liebenswert - trotz oder wegen seiner dicken Nase. Außerdem vermitteln seine treuen Kulleraugen die gleiche Botschaft wie beim Mini: Bitte liebt mich, ich bin doch nur ein kleines, schwaches Automobil. Das ist natürlich gelogen.
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