Nicht Q4 – dieses Kürzel steht für permanenten Allradantrieb –, sondern Q2 heißt die neue Zauberformel zur Bändigung leistungsstarker Kompakt- Modelle von Alfa Romeo. Ist das etwa ein halber Vierradantrieb? Im Prinzip ja, denn in diesem Fall ergänzt eine mechanische Sperre den normalen Vorderradantrieb. Sie wurde mit dem Ziel entwickelt, Traktion, Fahrdynamik und aktive Sicherheit der Fronttriebler zu steigern. Das Q2-System basiert auf einem Torsen-Differenzial, das drehmomentfühlend agiert.
Es erzielt eine maximale Sperrwirkung von 25 Prozent unter Last und von 30 Prozent im Schub und sorgt dafür, dass jenem Rad mehr Antriebsmoment zufließt, welches die bessere Haftung vorfindet und mehr Kraft auf die Fahrbahn übertragen kann. Rund ein Kilogramm wiegt das kleine Wunderwerk aus Zahnund selbsthemmenden Schneckenrädern. Zum Vergleich: Das alle vier Räder antreibende Q4-System von Alfa Romeo bringt etwa 70 Kilogramm auf die Waage. Die Vorzüge eines Allradantriebs sind damit natürlich nicht zu realisieren. Aber die Alfa Romeo-Techniker versprechen eine deutliche Verbesserung der Fahrdynamik sowie eine spürbare Verringerung der Antriebseinflüsse in der Lenkung.
Wunschdenken oder Wirklichkeit? Tatsächlich wird eine Steigerung der Fahrstabilität und Handlichkeit in völlig unerwartetem Maß erzielt. Das jedenfalls ist das Resultat der ersten Probefahrten mit dem 147 Q2 auf einem sehr kurven- und abwechslungsreichen Parcours, dem Alfa-Versuchsgelände bei Balocco in Norditalien. Überraschend deshalb, weil der 147 bei Kurvenfahrt kaum wiederzuerkennen ist. Durchdrehende und pfeifende Räder in engen Kehren bei Vollgas: Fehlanzeige.






