Vergessen wir für kurze Zeit vermeintlich wichtige Daten und Messwerte, ignorieren all unseren Pragmatismus und genießen einfach das Design des neuen Alfa Romeo Spider.
Schwelgen in diesem durchdringenden Familien-Blick, bewundern die sich sanft aus der Heckpartie wölbenden Finnen und sagen Grazie Alfa, dass du immun bist gegen den Metalldachvirus und allergisch gegen Fondsitzplätze. Der neue Spider ist nicht nur eine konsequente Fortsetzung der Tradition italienischen Offenfahrens, er ist auch so hübsch geworden, dass sich herzschwache Alfisti nur mit ärztlichem Beistand nähern sollten. Aus dem gewiss nicht unattraktiven Brera-Coupé hat das hauseigene Centro Stile zusammen mit Pininfarina ein Traum-Cabrio modelliert. „Più bello“ wie der Italiener sagt, noch schöner als die Basis, weil harmonischer, heckleichter. In 25 Sekunden lässt der offene Italo-Keil fein surrend und vollautomatisch sein knappes Stoffdachhäubchen ausschließlich im Stand fallen. Licht flutet in ein bekanntes Interieur.
Ob 159 oder Brera – dieses Armaturenbrett kennen Alfa-Fans aus dem Effeff. Müssen sie auch, denn der Spider hat nicht nur die feinen Materialien und das fahreraffine Cockpit geerbt, sondern auch die südländisch eigenwillige Bedienung mitsamt 95-prozentiger Verarbeitungsfinesse. Das Neue sitzt den Passagieren im Nacken: die matt silbernen Überrollbügel vor den markanten Höckern oder die abschließbaren Staufächer hinter den Sitzen.
Alfa Romeo Spider: Aero-Dynamiker
Der neue Alfa Romeo Spider setzt seine Insassen ganz klassisch durch Öffnen eines Stoffverdecks an die Luft - allerdings erst ab Herbst. Ob sich das Warten auf den flotten Zweisitzer lohnt, klärt der Fahrbericht.
Autor: Alexander Bloch





