Alfa Mito und Mini Cooper

Alfa Mito und Mini Cooper: Kurz und Mut

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Alfa Romeo | Mini

Mini Cooper und Mito 1.4 TB 16V, die im Preis bei rund 18 000 Euro liegen, sind mit 120 beziehungsweise 155 PS üppig motorisiert und erreichen Fahrleistungen, die vor 20 Jahren noch als sportlich galten. Der Mini schafft 203 km/h, der Mito sogar 215 km/h. Dafür verbraucht der um 155 Kilogramm schwerere Alfa mit 6,5 Liter (ECE-Normverbrauch) einen guten Liter Superkraftstoff mehr als der bescheidene Engländer.

Nicht bescheiden geben sich die Fronttriebler durch ein zumindest vorne mehr als befriedigendes Platzangebot. Der Mini profitiert besonders von der nach vorn gerückten Windschutzscheibe, durch die man auch die Wagenfront gut im Auge behält. Beim Mito schränken lange Türen und hoch aufbauende Motorhaube mitsamt flach verlaufenden A-Säulen die Tauglichkeit als City-Flitzer jedoch etwas ein.

Zwei City-Flitzer mit unterschiedlichen Cockpits

Die besonders für Alfa-Verhältnisse angenehme, nicht zu hohe Sitzposition, die sogar eine gewisse Geborgenheit aufkommen lässt, gleicht diese leichten Defizite wieder aus. Außerdem muss der Mito-Fahrer den Innenraum nicht mit einer riesigen Uhr teilen, die im Mini den Eindruck erweckt, als hätte sie Großmutter nach ihrem Umzug im Wagen vergessen: der Monstertacho. Kippschalterleisten auf der Mittelkonsole und am Dachhimmel unterstreichen den Nostalgie-Look.

Das Alfa-Cockpit glänzt dagegen mit normal großen Instrumenten unter Blendschutzhutzen, die an den klassischen Alfa Spider erinnern. Es wirkt zeitloser und dadurch hochwertiger als das des verspielt-modischen Mini. In der Ausstattung geben sich beide keine großen Blößen: ESP, sechs (im Mito sieben) Airbags, Audioanlage mit CD-Spieler, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn sind bei beiden Standard.

Der Cooper glänzt noch durch schlank bereifte Leichtmetallfelgen (175/65-15), während der Mito zwar mehr Gummi (195/55-16), aber nur Stahlfelgen bietet. Beide verfügen über ein Options-Programm, das auch vor Markenemblemen, Rallye-Streifen und Nationalflaggen nicht Halt macht. So soll es sein: Der englische Platzhirsch (aus München) bekommt endlich Konkurrenz aus Italien.

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Franz-Peter Hudek

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