Der souveräne Antrieb hat nichts Krawalliges, nur das dumpfe Grollen verheißt jederzeit abrufbare Kraft. So lassen sich auch lange Strecken zurücklegen, ohne dass Leistungs-Charakteristik oder Motor- Geräusch nerven. Schon kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl ist genug Zugkraft vorhanden; den Einsatz der beiden Turbos ab etwa 1200/min bemerkt man gar nicht.
Nur beim Beschleunigen und bei hoher Drehzahl wechselt der brave Posaunenchor zum Hardrock, dann mischt sich etwas aggressiv Metalliges in den Sound. Die aus dem BMW 335i übernommenen Bremsen bringen die Fuhre sicher zum Stehen. Etwas schwergängig ist die zielgenaue Servo-Lenkung – weil zugunsten eines neutralen Kurvenverhaltens die Vorderräder mehr Sturz bekamen.
Das Fahrwerk – mit optionalen 19-Zöllern – gibt sich ansonsten recht komfortabel, erlaubt aber dennoch die schnelle Kurvenhatz. Besonders stolz ist man bei Alpina auf den Verbrauch: Er soll im Mittel bei moderaten 9,8 L/100 km liegen.


