Dass der aus dem VW-Konzern stammende Direkteinspritzer-V6 mit 300 PS aus 3,6 Liter Hubraum über der Hinterachse sitzt, sorgt mit für ein Fahrverhalten, das den Mundwinkel des Piloten im Smiley-Modus festzurrt: Nicht allein die eher leichtgängige, aber trotzdem präzise Lenkung bringt den Artega um enge Kurven, sondern auch das Gaspedal, richtig eingesetzt.
Als Fahrer meint man permanent zu spüren, dass es den Machern bei allem um genau diese Präzision ging. Aluminium-Spaceframe und hochfeste, extrem leichte Stähle, dazu die - erstmals bei einem Serienauto - komplett aus Polyurethan gefertigte Karosserie, sorgen für ein Gewicht von 1.100 bis 1.150 Kilo. Gut fürs Handling. Auch die Felgen, in Italien speziell für Artega gefertigt, sollen die leichtesten ihrer Art sein: Vorne bringen die 19-Zöller jeweils acht Kilo auf die Waage, hinten sind es 10,5. "Der neue deutsche Sportwagen", wie die ostwestfälische Firma ihren Newcomer vermarktet, freut sich auf jede neue deutsche Kurve und lenkt mit einer Arbeitsfreude ein, die man sonst nur von Erstpraktikanten kennt.
ESP ist erst ab Frühjahr 2009 erhältlich
Normalerweise wird diese Direktheit des Fahrens durch Verzicht auf Komfort erkauft. Und der Artega? Keine Spur davon. Auf schlechten Landstraßen gibt er plötzlich den Gentleman, wohl erzogen, geschmeidig. Nicht nur deswegen sind lange Strecken kein Problem. Der 68-Liter-Tank soll große Reichweiten sichern. Auf Wunsch wird in der nagelneuen Fabrik in Delbrück bei Paderborn - wo jeder Artega nicht in schwankender Handarbeitsqualität endmontiert wird, sondern in streng industriellen Fertigungsprozessen während neun Stunden - sogar ein üppiges 80-Liter-Behältnis montiert. Einfach bei einem der fünf bis sechs Händler bestellen, die es künftig in Deutschland geben soll. ESP ist übrigens erst ab Frühjahr 2009, also ein halbes Jahr nach den ersten Auslieferungen, erhältlich.
Artega GT: Artega GT: Flunder schön
Autor: Ralph Alex

