Artega GT: Artega GT: Flunder schön

Weil die Typprüfung des Artega noch nicht abgeschlossen ist, liegen noch keine endgültigen Verbrauchswerte vor. Aber sollten die angepeilten zehn Liter/100 km Normverbrauch erreicht werden, ginge die Öko-Bilanz des Artega-Coupés, dem in einigen Jahren ein Roadster folgen soll, in Ordnung.

Für die Fahrleistungen gilt das ohnehin. Der Sprint von Null auf 100 km/h soll weniger als fünf Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei mindestens 270 km/h liegen, so der Hersteller. Das Sechsgang-Direktschaltgetriebe von VW und der sehr kompakte Sechszylinder verstehen sich bestens. Eine ideale Kombination, die Hoch- und Runterschalten in Wimpernschlag-Geschwindigkeit möglich macht - und die Drehfreude zum Genuss. Denn der Sound stimmt auch: Innen herrscht das Gefühl, über dem Coupé schwebe stets eine Gewitterwolke, aus der heraus es bei jedem Gasgeben gewaltig grollt.

Anzeigefelder, deren Inhalt frei wählbar ist
Henrik Fisker, der in seinem kalifornischen Studio das Design des Artega ersonnen hat, war offensichtlich der Wow-Faktor wichtig. Die Leute stehen vor dem kurzen Sportwagen mit dem beeindruckenden Linienfluss und sagen nur noch "Wow".

Im Innenraum, den nicht Fisker entworfen hat, sondern die Paragon-Leute selbst, herrscht eine Mischung aus alten VW-Bekannten (Licht-Drehschalter, Lüftungsgitter, Schlüssel) und völlig Neuartigem: ein zentrales Doppelzeigerinstrument, dessen Zeiger für Tempo und Drehzahl auf nur einer Achse rotieren. Sensorflächen, etwa für die Außenspiegeleinstellung, erinnern an die Bedienung teurer HiFi-Anlagen. Die Infos des Navigationssystems werden raffiniert in den Rückspiegel projiziert. Und es gibt Anzeigefelder, deren Inhalt frei wählbar ist. Unser Favorit: das Feld für Fliehkräfte. Um zu sehen, wie schnell der Artega die Kurve kriegt.

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Ralph Alex

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