Aus seiner mit 350 PS deutlich höheren Leistung vermag die V8-Version wenig Kapital zu schlagen: Wegen längerer Gesamtübersetzung beim Achtzylinder ergibt sich nach Werksangabe für beide Modelle eine Beschleunigungszeit von 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist ohnehin je- weils auf 250 km/h begrenzt.
Quattro-Antrieb
Beim Verbrauch liegt der kleinere Motor vorn: Er kommt im EU-Zyklus auf nur 9,5 Liter/100 Kilometer, der 4.2 liegt bei 10,2 Liter. Beide Motoren sind grundsätzlich mit dem auf eine Basis-Drehmoment- Verteilung von 40 zu 60 Prozent umgestellten Quattro-Antrieb sowie mit einer sechsstufigen Wandler-Automatik gekoppelt. Auch bei der gibt es Verfeinerungen im Detail.
So trennt eine separate Kupplung bei stehendem Auto das Getriebe vom Motor, ein neuer Torsionsdämpfer erlaubt es, über einen weiten Bereich mit geschlossener Überbrückungskupplung zu fahren. Das sind kleine Bausteine bei der Reduzierung von Verbrauch und CO2-Ausstoß, die sich durch die gesamte Motorenpalette der neuen A6-Generation zieht (siehe Tabellen). Den vorläufigen Sparsamkeitsrekord stellt die neue Variante 2.0 TDI e auf. Deren Vierzylinder-Turbodiesel ist zwar schwächer als der normale Zweiliter-TDI, bietet dafür aber einen Generator, der im Schiebebetrieb Energie zurückgewinnt, sowie eine bedarfsgesteuerte Servopumpe für die Lenkung.
Zusammen mit einer um zwei Zentimeter tiefer gelegten Karosserie, weiterem aerodynamischen Schliff und einem in den beiden oberen Gängen länger übersetzten Getriebe kommt dadurch im EU-Zyklus ein für eine Limousine dieser Größenordnung höchst achtbarer Durchschnittsverbrauch von 5,3 Liter/100 Kilometer heraus.
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Autor: Götz Leyrer

