Das CD-Fach kann also getrost leer bleiben. Schwer zu sagen, was in diesem Muskel-Paket mehr Spaß macht: die Tournee über kurvige Landstraßen, die große Tour über die Autobahn oder die Pirsch durchs Gelände.
Der Allroad kann das alles; deshalb heißt er auch so. Auf der Landstraße hat er schon in 6,3 Sekunden das gesetzliche Tempolimit erreicht. Er lenkt präzise ein und hat durch den Quattro-Antrieb, der maximal 75 Prozent der Kraft an eine Achse schickt, jederzeit Grip. Und die Bremsen mit zweistufigem Verstärker überzeugen auf der ganzen Linie, auch wenn sie die rechte Wade das eine oder andere spüren lassen: Wir müssen gerade einen Zweitonner zur Räson bringen. Um die Linie in schnellen Kurven allerdings zu halten, könnte die Lenkung noch einen Tick direkter sein. Für die Autobahnpassage hingegen ist sie genau richtig. Überhaupt der Reisekomfort.
Erster Eindruck: Kein anderer A6 federt so gut wie der etwas schwerere Allroad, nachdem man die serienmäßige Luftfederung über den MMI-Bedienknopf von „dynamic“ oder „automatic“ auf „comfort“ gestellt hat. Dann nerven nicht einmal grobe Querfugen, und Schlaglöcher scheint der Audi lässig zu ignorieren. Windgeräusche?
Sind auf der Anwesenheitsliste bis Tempo 200 einfach nicht zu finden. Fürs Gelände wiederum lässt sich der Alleskönner im „lift“-Modus auf 185 Millimeter Bodenfreiheit trimmen, zumindest bis 35 km/h. Danach senkt er sich um zehn Millimeter ab.


