Der Vorgänger konnte allerdings 208 Millimeter Abstand zum Erdreich halten – und er hatte auf Wunsch eine Geländeuntersetzung, die dem Neuen fehlt. Nur das ESP ist im Offroad-Modus auf späteres Eingreifen programmiert. Auch wenn es für den Allroad 4.2 gegen 300 Euro Aufpreis spezielle All- Terrain-Reifen und verlängerte Schutzbleche gegen Split und Schotter gibt: Das softe Gelände-Outfit ist ihm wichtiger als der Gelände-Ausritt. Die serienmäßige Alu-Beplankung vorn und hinten am Unterboden ist eher Deko. Und nicht umsonst bietet Audi seinen Kunden für 1100 Euro an, die Stoßstangen und die Aufsätze an den Seitenschwellern und den Radhäusern ganz dezent in Wagenfarbe zu ordern, nicht im auffälligen Kontrast-Kunststoff des alten Allroad. Dazu die 400 Euro teure Alu-Optik für Dachträger und Schwellerleisten, die der Testwagen trug, um der Noblesse zu genügen. Apropos: Seine Lackierung Polarblau gibt es nur beim Allroad. Exklusivität gilt auch für den Innenraum mit kalifornischem Vavona-Holz und Sitzen, die nicht das Leder, aber etwas Seitenhalt vermissen lassen. Nicht vermissen würden wir allerdings den speziellen Teppichboden „Fresko“, der mit seinen unappetitlichen Farbsprenkeln in Oliv und Beige gerne „Fiasko“ heißen dürfte. Sei’s drum.
Ansonsten ist der Innenraum typisch A6, mit schönen Details wie den tropfenförmigen Instrumenten, mit erstklassiger Ergonomie und Verarbeitung und einem Platzangebot, das nicht nur Passagiere glücklich macht. Sondern im Kombi-Heck auch noch den riesigen Plasma-Fernseher, der rechtzeitig zur Fußball-WM nach Hause transportiert wird. Audis Allroad-Idee zumindest hat die Verlängerung schon geschafft.


