Aus dem Mitteltunnel wächst ein Getriebe-Wählhebel, handschmeichelnd und Joystick-artig geformt - wohl keiner wird den umständlichen Lenkradhebel des Vorgängers vermissen. Ins BMW-Allgemeingut ist dagegen der Dreh-Drücksteller des i-Drive- Bediensystems übergegangen, nun flankiert von hilfreichen Menütasten. Alternativ lassen sich die acht häufigsten Bedienschritte auf die praktischen Favoritentaste speichern.
Starten auf Knopfdruck
Selbst ohne Anleitung eines Insiders ist der 7er in Bewegung zu setzen. In der Hosentasche steckt der Schlüssel, der rechte Fuß steht auf der Bremse, während der Zeigefinger den Start-Stopp-Knopf drückt. Der Sechszylinder erwacht, gibt sich nur geübten Ohren als Diesel zu erkennen. Die rechte Hand umfasst den Schaltknauf, der Daumen drückt den Entriegelungsknopf, dann lässt sich auf leichten Zug die Fahrstufe D einlegen. Bremse lösen, der 7er rollt - das war beim Vorgänger nicht selbstverständlich.
Trotz Aufladung hängt der neue Dreiliter- Direkteinspritzer im 730d gut am Gas, beschleunigt sämig auf Stadttempo und verdrückt sich mit dem Lüftungsrauschen der Klimaanlage in den akustischen Hintergrund. Äußerungen von Fahrbahn und Straßenleben sind meist präsenter - die Schalldämmung hinterlässt kein Glasglocken-Gefühl. Wer noch mehr von der fremden Stadt erfassen will, wechselt beim Navigationssystem (2.900 Euro) in den dreidimensionalen Karten-Modus und erhält eine erste Stadtführung - die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erscheinen in realistischer Darstellung.
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BMW 730d: BMW 730d: Bayerische Oberklasse im Fahrbericht
Autor: Marcus Peters

