Der normale B3 hat sie nicht. Kritik ist allenfalls bei der Handlichkeit anzumerken, denn der Wendekreis des Coupés vergrößert sich wegen der geänderten Vorderachskonstruktion von elf auf 11,80 Meter. Angesichts der beeindruckenden Fahrleistungen spielt das keine große Rolle. Das Auto läuft nur fünf km/h langsamer als die 285 km/h schnelle Hecktrieb-Variante, der Spurt von null auf 100 dauert 0,1 Sekunden länger. Dazu sollte man aber den Manuellmodus des Automatikgetriebes wählen, in dem sich die Gänge bis 7000/min ausdrehen lassen. Und der Verbrauch? Er erhöht sich um 0,4 Liter/100 km. Der B3 wurde zudem durch Bremsenergie- Rückgewinnung aufgewertet. Klares Fazit: Das Auto ist kein extrovertierter Kracher, sondern ein Genussmittel für gereifte Connaisseure. Das hohe aktive Sicherheitspotenzial des Allrad-Sportwagens beeindruckt, seine fahrerische Neutralität selbst in weiß überzuckerten Kurven markiert eine Klasse für sich. Wer den B3 mit sportlichem Ehrgeiz bewegt, wird nur dann mit schweißnassen Händen aussteigen, wenn er an die fahrdynamischen Grenzen und darüber hinaus gegangen ist.
Autor: Eberhard Kittler


