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Vom auffälligen Äußeren mit den silbernen Querstreben vor dem Kühler sollte man beim Techart nicht auf die Fahreigenschaften schließen: Der Magnum fühlt sich eher unauffällig an. Mit 535 PS leistet der Turbo weniger als im Titan. Außerdem verzichten die Leonberger auf einen Klappenauspuff, die Geräuschentwicklung ist dezenter als beim Mitbewerber.
Untermotorisiert wirkt er zwar keinesfalls, aber weniger martialisch als der Speedart. Deutlich moderater geriet auch die Fahrwerksabstimmung. Vor allem auf schlechten Belägen wirkt der Techart-Cayenne komfortabler, stuckert weniger. Schnelle Kurven auf Landstraßen durcheilt er auffallend zielgenau, doch bei allzu forscher Gangart neigt er zum Untersteuern.
Reifen sorgen für Nervosität
Techart setzt auf das Luftfederungsmodul Sport sowie 43 Millimeter Spurverbreiterung vorn und 35 Millimeter hinten. Dazu gibt es 22-Zoll-Räder mit Reifen der Größe 295/30 vorn und 335/25 hinten, die ihn auf der Autobahn empfindlich auf Längsrillen reagieren lassen. Dadurch büßt er ein wenig von seiner Souveränität ein.
Zumal der Magnum jedes noch so leichte Zucken am wie beim Speedart unnötig dick gepolsterten Sport-Volant mit einer Kurskorrektur quittiert. Jedenfalls ist der Spagat zwischen guten Fahreigenschaften und spektakulärem Styling mit den Ultrabreitreifen nicht besonders harmonisch gelungen.
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Autor: René Olma

