Bei ersten Tests präsentierte sich der Motor des Fiat Grande Punto Abarth sehr drehwillig, aber keineswegs brachial zupackend. Nicht zuletzt dank dem feinen Sechsganggetriebe entwickelt er seine Kraft eher harmonisch, nur eine kleine Leistungsspitze bei 3000 Umdrehungen lässt den Turbo erahnen.
Ein Beschleunigungswunder ist der Abarth keineswegs, der wahre Spaß kommt aber in den Kurven. Sanft untersteuernd und ohne tückische Lastwechselreaktionen umrundet er stramme Kehren, wobei das serienmäßige ESP zurückhaltend agiert. Per Drucktaste aktiviert, hievt der Lader das Drehmoment bei Bedarf kurzzeitig auf 230 Nm – ein hübscher Gag, mehr aber kaum.
2008 soll der Grande Punto Abarth auch nach Deutschland kommen. Wem er so nicht genügt, der kann mit dem „Esseesse“- Kit für rund 5000 Euro nachrüsten: 180 PS verleihen spürbar mehr Nachdruck samt kernigerem Sound.
Der Vertrieb über ein eigenes Händlernetz soll eine Wiederbelebung des Mythos Abarth unterstützen. Noch fehlt dazu aber das eigentliche Schmuckstück, ein 500 Abarth. Doch auch der ist schon in Planung – Abarth-Aficionados können sich also freuen.


