Heute keineswegs mehr selbstverständlich: Die Fronthaube entzieht sich nicht dem Blick, nach vorn ist die Übersicht gut. Nach hinten versperren allerdings die modisch gezeichneten breiten C-Säulen die Sicht. Wenigstens dürfte der Fahrer dabei keine gequälten Blicke von den Hinterbänklern ernten, denn auf der weich gepolsterten, aber nicht verschiebbaren Rückbank sitzen auch Erwachsene ausreichend bequem.
360 Liter Kofferraum
Die Variabilität des Kuga beschränkt sich auf die eines klassischen Kombis. Rückbank und -lehne sind geteilt umlegbar, Kopfstützen müssen dazu nicht entfernt werden. Das Gepäckabteil selbst gefällt mehr durch gute Nutzbarkeit und praxisnahe Details wie die zweiteilige Heckklappe als durch seine Größe. 360 Liter unter der Abdeckung sind für ein Auto mit Anspruch auf Familientauglichkeit nicht viel. Ohne den großflächigen Styropor-Einsatz unter dem Ladeboden wächst das Volumen zwar um 50 Liter, aber dann entfallen der zum Be- und Entladen praktische ebene Ladeboden sowie die überaus sinnvolle Aufbewahrungsmöglichkeit für das Gepäckraumrollo. Falls es nicht gebraucht wird, muss es nicht in Garage oder Keller bleiben.
Ebenfalls durchdacht: Das serienmäßige Reifen-Reparaturset und der Verbandkasten finden in Staufächern unter dem Fußraum im Fond ihren Platz. Öffnen, Schließen, Starten - alles funktioniert beim Kuga per Knopfdruck. Nur zum Entriegeln der Motorhaube ist - wie bei Ford nicht unüblich - ein konventioneller Notschlüssel nötig, der dazu umständlich aus der Fernbedienung gezogen werden muss. Zudem spart sich Ford bei der schweren Haube den Gasdruckheber.
136-PS-Diesel zum Start
Beim Motor besteht zur Markteinführung am 7. Juni keine Wahlmöglichkeit. Ford konzentriert sich vorerst auf den bekannten, 136 PS starken Zweiliter-Diesel in Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Im Laufe des Jahres folgt ein Fünfzylinder-Turbo-Benziner mit 200 PS und wahlweise Automatikgetriebe. Für den Großteil der anvisierten Kunden dürfte der Diesel dennoch die erste Wahl sein. Und eine empfehlenswerte, denn der Vierventiler harmoniert gut mit dem 1,6 Tonnen schweren Allradler. Ohne störende Anfahrschwäche setzt er den Kuga in Gang und wartet mit ordentlichen Reserven auf. Akustisch hält sich der Diesel im Hintergrund und trägt so einen guten Teil zum entspannten und geräuscharmen Reisen bei.
Ford Kuga 2.0 TDCi: Ford Kuga 2.0 TDCi: Kuga Libre
Autor: Peter Wolkenstein

