Für den Rest ist das Fahrwerk verantwortlich, das bei einem neuen Ford seit dem ersten Focus stets hohe Erwartungen weckt. Diese werden auch beim Kuga nicht enttäuscht. Der gelungene Kompromiss aus Fahrkomfort und Agilität steht dem eines gut abgestimmten Pkw kaum nach. Trotz der ungünstigeren Voraussetzungen wie dem höheren Schwerpunkt fühlt sich der Kuga für einen SUV auch auf verwinkelten Landstraßen angenehm handlich an. Kurven lassen sich präzise ansteuern und ohne ausgeprägte Seitenneigung umrunden. Von den als Sportsitzen ausgewiesenen Fauteuils wünscht sich der Fahrer jedoch mehr Seitenhalt auf den Sitzflächen.
Der Kuga muss sich nicht verstecken
Vom Allradantrieb ist - abgesehen von der stets vorhandenen Traktion - wenig zu spüren. Verspannungen treten weder in engen Kurven noch beim Rangieren auf. Auch der Kuga setzt auf eine elektronisch geregelte Haldex-Kupplung, sie leitet jedoch stets mindestens zehn Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder. Je nach Fahrsituation steigt dieser Anteil auf bis zu 50 Prozent. Einflussmöglichkeiten für den Fahrer gibt es nicht, auch eine Bergabfahrhilfe ist nicht vorgesehen. Mit 6,4 Liter Normverbrauch zählt der Ford zu den sparsamsten Allradlern seiner Klasse.
Alternativ bietet Ford den Kuga auch als reinen Fronttriebler an. Das spart 40 Kilo Gewicht und auf dem Papier kaum Sprit, aber 2.000 Euro bei der Anschaffung. Mit 28.500 Euro für den klassengerecht ausgestatteten Kuga 4x4 orientiert sich Ford auch preislich eng am nur 300 Euro teureren VW Tiguan TDI mit 140 PS. Schließlich muss sich der dynamische Kuga mit seiner ausgewogenen Mixtur nicht hinter dem Marktführer verstecken.
Ford Kuga 2.0 TDCi: Ford Kuga 2.0 TDCi: Kuga Libre
Autor: Peter Wolkenstein

