Schaltgetriebe-Fans müssen jedoch darben, den D5 gibt es zu Anfang nur mit einer geschickt und unauffällig waltenden Fünfgang-Automatik. Das Gros der C30-Käufer wird aber wohl auf den 136 PS starken Zweiliter- Diesel setzen. Da darf dann wieder händisch selektiert werden. Egal wie stark – alle Volvo-Fans, die schon das Handling-Gefühl im S40 prickelnd fanden, werden im leichteren, agileren C30 ein noch intensiveres Fahrgefühl erleben. Noch etwas straffer und direkter, widmet er sich ganz dem Kurvenglück.
Trotz seiner präzise agierenden, elektrohydraulischen Lenkung reizt er die Agilität aber nicht bis zum Exzess aus, sondern lässt immer noch Raum für jenes ganz spezielle Volvo- Gefühl, das den Fahrer nicht provoziert, sondern ihn auch einfach mal in Ruhe reisen lässt. Dazu laden schon die vier sehr gemütlichen Einzel-Ledersessel (Option) ein – solange keine groben Verwerfungen das Fahrwerk plagen. Denn dann stößt der ansonsten geschmeidig abrollende C30 schon mal ungewohnt ruppig auf.
Die von Volvo auserkorene Zielgruppe der 25- bis 35-Jährigen wird das vielleicht weniger stören als die bisherige, deutlich ältere Klientel. Ikea-affine C30- Fahrer dürfen sich zudem gleich mal mit dem Gedanken anfreunden, ihre Möbelpakete künftig bringen zu lassen. 278 bis 921 Liter Kofferraum sind nicht gerade üppig. Dass die Ladequalitäten unter dem Designanspruch leiden mussten, gibt man bei Volvo offen zu.


