Auf der Autobahn, wo der Estate relativ mühelos die 180-km/h-Marke passiert, ist er meist mit hohem Drehzahlniveau unterwegs. Alternativ kommt der Estate Anfang März auch mit zwei V6-Benzinern (2.5/196 PS und 3.0/231 PS) auf den Markt, jeweils in Verbindung mit Allradantrieb und auf Wunsch auch mit Fünfgangautomatik. Der Turbodiesel hingegen treibt nur die Vorderräder an, die in engen Kehren und bei Nässe häufiger Mühe haben, die ungestüme Kraft schlupffrei auf den Boden zu bringen. In solchen Situationen greift bremsend die Traktionskontrolle ein. Im Grenzbereich tendiert der weitgehend neutral ausgelegte Estate zum Übersteuern.
Aus diesem Grund erhalten alle für den deutschen Markt bestimmten Modelle ESP serienmäßig. Auch seiner leichtgängigen, um die Mittellage aber nicht sehr direkten Lenkung verdankt der Estate die gute Handlichkeit. Mit hoher Beladung reagiert er deutlich träger auf Lenkbewegungen. Das höheren Lasten angepasste Fahrwerk bietet befriedigenden Federungskomfort, fällt aber mit lauten Abrollgeräuschen auf. Preislich macht der gut ausgestattete Estate eine prima Figur. Mit 28 850 Euro unterbietet die Diesel-Variante etablierte Konkurrenten klar. Insgesamt also gute Voraussetzungen für den geräumigsten Jaguar aller Zeiten, um auf ungewohntem Terrain erfolgreich zu bestehen.
Jaguar X-Type-Kombi: Jaguar X-Type-Kombi: Real Estate
Autor: Werner Schruf

