Auch das S-Fahrwerk offenbart ein spürbares Plus an Dynamik, ohne die Reisequalitäten des Gran Turismo zunichte zu machen. Abgesehen vom poltrigen Abrollen der superbreiten Pirelli-Reifen schlagen die kürzeren Federwege und die erhöhte Dämpferkraft kaum auf den Komfort durch, verbessern aber besonders bei schneller Kurvenfahrt die Agilität und Präzision. Anders als die neuen, größeren Brembo-Scheibenbremsen mit Gussring und Alunabe (Dual Cast) sowie Sechskolben-Monoblock-Sätteln gibt es das elektronisch geregelte Skyhook-Fahrwerk jedoch nur als 2.500 Euro teure Option. Dabei beträgt der Zuschlag für das S-Coupé stramme 15.000 Euro, und mit dem Normverbrauch (16,6 statt 14,6 Liter/100 km) steigt zugleich der CO2- Ausstoß.
Maserati im Aufwind
Trotzdem liegt Maserati im Aufwind: Im ersten Quartal 2008 wurden weltweit fast 3.000 Autos gebaut und verkauft, die wegen ihrer Seriosität und Alltagstauglichkeit längst auf ansehnliche Laufleistungen kommen. Mit dem Gran Turismo S könnten es noch etliche Autos und Kilometer mehr werden, schon weil er Sports- und Gentleman in einem ist. Eine Art Hybrid also, und die sind ja wirklich zeitgemäß.
Maserati Gran Turismo S
Maserati Gran Turismo S: Schärfer und schneller
Autor: Bernd Stegemann

