Die Würze steckt beim MPS aber ohnehin mehr unter der ausgebuchteten Motorhaube als unter dem Kofferraumdeckel: ein mit Ladeluftkühlung versehener 2,3-Liter-Vierzylinder- Turbomotor.
260 PS und 380 Nm lautet sein Power-Auftrag, der über ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit schwergängiger Kupplung und einen elektronisch geregelten Vierradantrieb an die Achsen geht.
Der Direkteinspritzer dreht spielend und dank Ausgleichswelle vibrationsfrei hoch, klingt aber kernig. Vehementer Turbo-Schub setzt ab 3000 Touren ein – jenseits von 5000/min wird es zäh.
Da die ersten Ausfahrten auf dem ehemaligen Formel 1- Kurs im japanischen Aida stattfanden, kann zum Federungskomfort des mit stärker dimensionierten Stabis und serienmäßigen 18-Zoll-Rädern bestückten 6 MPS noch keine Aussage gemacht werden. Traktionsprobleme gibt es dank Allradantrieb auch bei Nässe nicht.
Das Fahrverhalten ist brav: in Kurven tendenziell untersteuernd, mit leichtem Ausschwenken des Hecks bei Lastwechseln, das aber durch ein barsch eingreifendes ESP im Zaum gehalten wird.
Eine Sportskanone im Familien- Dress ist hier entstanden: mit viel Platz, guter Ausstattung und mächtig Dampf für alle Gassen. Ein Mazda 6 mit Sechs-Appeal – auch ohne sechs Zylinder.


