Renault Koleos
Renault Koleos: Dreiwurf
Der 173-PS-Diesel dagegen kommt immer als 4WD, und lediglich der 150-PS-Diesel lässt sich statt mit Handschaltung auch mit der Sechsstufen-Automatik ordern. Bei Bedarf können die Allrad-Versionen jedoch auch als reine Fronttriebler gefahren werden. Dazu genügt ein Schalterdruck am Armaturenbrett. Ohnehin ist der Vierradantrieb aber kein dauerhafter Zustand, denn die Hinterräder werden wie beim X-Trail mit einer elektromechanischen Kupplung im Hinterachs-Gehäuse erst bei Bedarf zugeschaltet - beispielsweise beim Anfahren oder wenn an den Vorderrädern Schlupf auftritt.
Talentierter Kraxler
In diesen Fällen gelangen maximal 50 Prozent des Antriebsmoments nach hinten. Bis 40 km/h lässt sich diese Kupplung, ebenfalls per Schalter, auch sperren. Obwohl die rundliche, etwas bieder anmutende Form auf jeden martialischen Habitus verzichtet, ist der Koleos abseits des Asphalts ein talentierter Kraxler. Die Offroad-Fähigkeiten werden durch eine Bergab- und -anfahrhilfe noch unterstrichen. Große Böschungswinkel vorn und hinten nehmen Gräben und Steilanstiegen den Schrecken, wenngleich die Bodenfreiheit bei den Diesel-Modellen nicht einmal 20 Zentimeter beträgt und im Gelände früh Grenzen setzt.
Aber für feuchte Wiesen, Schotterpisten oder den Weg zum Waldparkplatz reicht es allemal. Dort benimmt er sich erstaunlich zivilisiert und geht mit einem für seine Klasse ungewöhnlich gutem Komfort über Löcher und Steine hinweg. Allerdings wirkt die leichtgängige Lenkung etwas zu indirekt und arbeitet um die Mittellage beinahe ohne Rückmeldung. Auffällig auch die Schalldämmung, die Motor und Fahrwerksgeräusche zuverlässig von den Ohren der Passagiere fernhält. Erfreulicherweise gilt dies sowohl für den großvolumigen Benziner als auch für den starken Diesel des Testwagens. Lediglich das knisternde Schiebedach am Testfahrzeug mit Benzinmotor störte die Ruhe bei der ersten Ausfahrt.
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