Zum guten Akustik- und Federungskomfort gesellen sich bequeme Sitze und ein großzügiges Platzangebot vorn, besonders die Kopffreiheit ist trotz Schiebedach bemerkenswert. Im Fond geht es etwas beengter zu; wenn der Koleos voll besetzt ist, fehlt es vor allem an Knieraum. Immerhin sind sowohl die Vordersitze als auch die Rückbank bequem gepolstert.
Getrübter Ladespaß
Ein Nachteil ist die schräg stehende Heckscheibe. Sie soll dynamisch wirken, kostet aber vor allem Kofferraumvolumen. Das beträgt im Normalfall nur 450 Liter, lässt sich aber auf 1.380 Liter erweitern. Wenn es um die Variablität geht, blitzt sogar eine Spur vom französischen Erfindergeist auf. Denn zum Umlegen der geteilten Rückbank genügt der Zug an zwei Hebeln im Kofferraum, und schon stellt sich die Sitzbankfläche auf, und die Lehne legt sich flach.
Da auch die Lehne des Beifahrersitzes ganz nach vorn geklappt werden kann, entsteht ein 2,60 Meter langer Laderaum. Allerdings ist er keinesfalls eben, weil die senkrecht stehende Rückbanksitzfläche eine kleine Barriere darstellt. Das ist eines der wenigen Mankos, die der Koleos beim ersten Zusammentreffen offenbarte. Selbst der Preis geht angesichts der gebotenen Leistung in Ordnung: Ab 24.500 Euro ist der Franzose zu haben. Zum Einstandspreis gibt es allerdings nur eine 2WD-Version, für den Allradantrieb verlangt Renault 2.000 Euro Aufpreis.
Renault Koleos: Renault Koleos: Dreiwurf
Autor: Christian Bangemann

