Subaru Impreza WRX STI, Mitsubishi Lancer Evo VII und Honda Integra Type R

Subaru Impreza WRX STI, Mitsubishi Lancer Evo VII und Honda Integra Type R: Weiße Eisen

Die Exportversion des Mitsubishi Lancer Evo VII soll hingegen 253 km/h laufen – kein Wunder, dass als einer der ersten deutschen Interessenten das Bundeskriminalamt für seine Sondereinheiten einige Exemplare geordert hat. Auch der Subaru wird nach Deutschland exportiert. Allerdings bringt es der in unseren Breiten ab 35 290 Euro angebotene Impreza WRX STI nur auf 265 PS, während die Japan-Version 280 PS entwickelt. Zweifel an der Leistungsangabe sind jedoch angebracht. Denn im Vergleich zum nominal gleich starken Mitsubishi beschleunigt der ebenfalls mit Allradantrieb bestückte Impreza wesentlich weniger vehement (siehe Vergleichstabelle Seite 74) und läuft auch in der Spitze nicht ganz so schnell (238 km/h). Dritter im Bunde ist der Honda Integra Type R – hier der David unter den Goliaths. Denn der Honda tritt mit zwei Handikaps an: Er hat statt Allrad- nur Frontantrieb, und sein Zweiliter-Vierzylinder muss ohne künstliche Beatmung auskommen. Das Resultat kann sich dennoch sehen lassen: 220 PS bedeuten die für einen Sauger beachtliche Literleistung von 110 PS. Die Kraft kommt nicht aus dem Turbo, sondern wird über die Drehzahl geholt: 8000 Touren sind als Nenndrehzahl genannt, das maximale Drehmoment (206 Nm) wird erst bei 7000/min realisiert. Doch da der Integra 200 Kilogramm leichter ist als seine Rivalen und ein kurz gestuftes Sechsganggetriebe hat, schlägt er sich bei den Messungen wacker. 6,8 Sekunden für den Spurt von null auf 100 sind aller Ehren wert, und die Elastizitätswerte fallen sogar besser aus als beim ebenfalls mit Sechsgangschaltung ausgerüsteten Subaru, dessen Turbomotor unterhalb 3000/min ein Nickerchen zu halten scheint, um nach dem Aufwachen mit raketenhaftem Schub abzuzischen. Auch der Honda-Fahrer braucht zumindest beim Anfahren viel Gefühl in den Füßen. Ohne erhöhte Drehzahl und schleifende Kupplung stirbt der Motor gern ab. Einmal in Fahrt, lässt er sich wegen der kurzen Übersetzung sehr schaltfaul bewegen – 50 km/h im Sechsten sind kein Problem. Nur das Ruckeln des Triebwerks stört bei dieser Gangart. Aber wer will mit dem heißen Eisen nicht bügeln? Zumal der Integra optisch am meisten hermacht. Äußerlich wirkt das Honda Coupé bis auf den mächtigen Heckflügel zwar vergleichsweise unscheinbar, aber der Innenraum glüht förmlich. Die Recaro-Sitze sind wie die Türverkleidungen in knalliges Rot getaucht, die Armaturentafel mit weiß hinterlegten Instrumenten kontrastiert mit dem kühlen Look von Alu­minium – auch wenn sich der schöne Schein beim Anfassen als raffiniert lackierter Kunststoff erweist.

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Thomas Fischer

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