VW Golf Twin-Drive: VW Golf Twin-Drive: Koalitions-Ertrag

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Ein Tritt aufs "Gaspedal", und das 1,6 Tonnen schwere Auto beschleunigt im E-Betrieb von null auf 100 km/h in 13,5 Sekunden. Wird der TDI-Motor hochgejubelt, sind es nur 9,9 Sekunden. Den Strom liefern Lithium-Ionen-Hochenergie-Batterien, die hinter der Hinterachse untergebracht sind.

Ihr Nachteil: Sie reduzieren das Kofferraumvolumen und bringen 160 Kilogramm Mehrgewicht mit sich, die eine deutliche Hecklastigkeit verursachen - man spürt dies bei rascher Kurvenfahrt. Geladen werden die Speicher auch über die beim Bremsen freigesetzte Energie und durch Nachladen an der Steckdose. Erst ihre Serienentwicklung entscheidet, wann ein Elektroauto großserientauglich ist.

Großserienauto soll 2015 kommen

Erster Fahreindruck: Der Hybrid-Golf ist keine schleichende Verzichtserklärung. Auf ebener Straße ist das Fahrverhalten nicht schlechter als bei einem konventionellen Golf. Der bei Bedarf abgerufene Schub durch den kompletten Motoren-Verbund sorgt für einen rasanten Vorwärtsdrang und überraschenden Fahrspaß. Verzögert wird über eine elektrohydraulische Bremse. Im Stadtverkehr schwimmt das Auto nicht nur mit, sondern entwickelt erstaunliches Temperament.

Die Reichweite im elektrischen Betrieb liegt bei 50 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h. Ist der TDI-Motor in Betrieb, sind sogar 170 km/h möglich. Volkswagen scheut den Begriff Hybrid und nennt das Ganze lieber Twin-Drive. Dieser Begriff dürfte sich in dem von VW-Chef Martin Winterkorn angekündigten Großserienauto für 2015 wiederfinden. Rund fünf Jahre vorher soll für urbane Ballungsräume ein reines Elektrofahrzeug auf Basis des Kleinwagens Up bereitstehen. Richtig umweltfreundlich werden beide aber nur dann sein, wenn der Strom aus dem Netz auf regenerativem Wege entsteht. Auch daran wird derzeit heftig gearbeitet.

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Eberhard Kittler

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