VW Scirocco: VW Scirocco: Stromschnelle

Zum Marktstart im Spätsommer rollt der Scirocco mit drei TSI-Benzinmotoren sowie einem Zweiliter-Diesel an. Serienmäßig gibt es ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Als Alternative bekommt der Kunde gegen Mehrpreis das bekannte Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe sowie das neue Siebengang-DSG mit Trockenkupplung für den 1.4 TSI mit 160 PS. Ausgelegt für ein Drehmoment bis 250 Newtonmeter, hat es weniger Ölantriebsverluste und ist im Verbrauch immerhin drei bis vier Prozent günstiger.

Durchschnittsverbrauch von 6,5 Liter auf 100 Kilometer

Mit dieser Antriebskombination spurtet der Scirocco in acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht Tempo 217 - laut VW bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Liter auf 100 Kilometer. DSG-Getriebe sind zwar kein Alleinstellungs-Merkmal mehr für VW, aber Chefentwickler Hackenberg ist sich sicher, dass "Volkswagen auf diesem Gebiet noch über geraume Zeit einen deutlichen Vorsprung haben wird".

Die hier gefahrene Zweiliter-Variante mit 200 PS und 280 Nm muss mit dem Sechsgang-DSG auskommen. Den Spurt auf Tempo 100 absolviert der Fronttriebler laut Werksangabe in 7,2 Sekunden, und erst bei 235 km/h sollen Fahrwiderstand und Leistung den Vortrieb beenden.

Am Ende der Döttinger Höhe auf dem Nürburgring zeigt der Tacho über 220 km/h an. Das Sport-Programm, per Knopfdruck unten auf der Mittelkonsole aktiviert, hat fahrdynamisch gute Dienste geleistet. Aber in den Kurven ist zwischen den einzelnen Abstimmungsvarianten eigentlich kein Unterschied zu spüren. Kein Wunder: Ab einer Seitenkraft von 0,4 g schaltet das Dämpferkennfeld automatisch in Richtung straff.

Karosseriebewegungen werden im Keim erstickt

Nur auf den Geraden wird die Straßenoberfläche unterschiedlich "abgetastet", wie Fuhrmann erklärt. Dabei hat man sich vor allem bemüht, die Karosseriebewegungen speziell über Bodenwellen im Keim zu ersticken und abzufangen. "Stromregler" nennen die Fahrwerksexperten dieses ausgeklügelte System.

Doch natürlich soll der Scirocco nicht nur auf der Rennstrecke überzeugen, sondern auch im Alltag. Er hat Platz für vier Personen und eine große Heckklappe, die einen Kofferraum mit 292 Liter Volumen freigibt. Werden die Lehnen der hinteren Einzelsitze umgeklappt, passen sogar bis zu 755 Liter ins Gepäckabteil.

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Bernd Ostmann

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